Kultur : Brahms-Wochen mit neuen Ideen

Bereiten die Brahmswochen vor: Joachim Nerger und Anja Piening.
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Bereiten die Brahmswochen vor: Joachim Nerger und Anja Piening.

Preis geht an den Opern- und Konzertdirigenten Thomas Hengelbrock

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05. Januar 2015, 05:08 Uhr

In diesem Jahr wird der Brahms-Preis an den international gefragten Opern- und Konzertdirigenten Thomas Hengelbrock verliehen. Er dirigiert an Opernhäusern wie der Opéra de Paris, dem Royal Opera House in London und dem Teatro Real in Madrid.

Seit 2011 ist er Chefdirigent des NDR-Sinfonieorchesters und hat mit seinen Auftritten in Hamburg neue Maßstäbe im Konzertleben der Stadt gesetzt. Im diesem Jahr wird er mit dem NDR-Sinfonieorchester in Amsterdam, Wien, Prag, Tokio, Seoul, Beijing und Shanghai gastieren. Und zwischendurch macht er kurz in Dithmarschen Station, wo er am 4. Mai im Elbeforum in Brunsbüttel den Brahms-Preis erhält.

Mindestens genauso viel Aufmerksamkeit wie der Preisträger wird auch der Mann erhalten, der die Laudatio hält: Klaus Maria Brandauer. Einer der wenigen österreichischen Schauspieler, der auch in Hollywoods Filmindustrie Erfolg hatte und für seine Rolle in Jenseits von Afrika einen Golden Globe und eine Oscar-Nominierung erhielt.
Für die ersten Brahms-Wochen, die Vorsitzender Joachim Nerger zusammen mit seiner Assistentin Anja Piening organisierte, wurde ein Programm mit alten und neuen Akzenten entwickelt. Geblieben ist neben dem Filmabend auch die Sommer-Klaviernacht in der Nord-Ostsee-Automobile in Heide, wo am 13. Juni mit François-Xavier Poizat, Danae Dörken und Rolf Plagge drei hochkarätige Pianisten auftreten werden. Neu sind die Familienkonzerte im Brahms-Haus in Heide mit Christina Dean vom NDR, Sven Forsberg & Christof Hahn, die Beethovens Papageno-Variationen für Zuhörer ab drei Jahren bieten werden. Nachwuchsförderung ist für die Brahms-Gesellschaft ein wichtiges Element – nicht nur bei den Künstlern, auch bei den Zuhörern. „Wir wollen Kindern auf diese Weise die Möglichkeit geben, klassische Musik kennen zu lernen“, so Nerger. Das Problem sei, das Menschen zwischen 20 und 40 Jahren oft aus familiären Gründen keine Zeit für Konzerte hätten. Mit dem Familienkonzert soll daher Eltern mit ihren Kindern der Zugang zur Musik und zur Brahms-Gesellschaft geöffnet werden. Geblieben ist auch das große Eröffnungskonzert, das am 25. April im Heider „Stadttheater“ stattfindet. Ergänzt wird es dieses Mal aber mit einer Nachtmusik – ausgefüllt mit Konzert-Tangos ab 22 Uhr.


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