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TV-Show : Borsflether schneller als der Weltmeister

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

In der TV-Show „Klein gegen Groß“ setzt sich Philipp Treptow mit dem Ball am Fuß gegen Toni Kroos von Real Madrid durch.

„Ich schaffe es, 20 Stufen einer Treppe mit einem Ball auf dem Fuß jonglierend, schneller bis nach oben als Weltmeister Toni Kroos.“ Mit dieser Wette nahm Philipp Treptow aus Borsfleth Sonnabend an der Fernsehshow der ARD „Klein gegen Groß“ teil – und gewann. Philipp legte zwar bei den drei Versuchen stets souverän vor und schaffte es beim dritten Mal sogar in 19,9 Sekunden, aber am Ende wurde es doch noch richtig knapp. Sein Gegner hatte sichtlich Spaß an dem Duell und konnte sich von einem abgebrochenen Versuch über 32,1 Sekunden noch auf 21,1 Sekunden steigern. Als Preis gab es für Philipp ein „Solo Wheel“ und ein signiertes Trikot von Toni Kroos.

Dass Toni Kroos sein Gegner sein wird, erfuhr Philipp erst während der Dreharbeiten. Aber der 13-jährige Borsflether war mit dem 27-jährigen Fußballweltmeister und zweifachen Champions League Sieger mehr als zufrieden: „Eine echt gute Wahl.“ Für Philipp war Toni Kroos auch deshalb Wunschkandidat, weil er in seinem Verein Real Madrid auf der Position sechs als Ballverteiler im Mittelfeld spielt - genauso wie Philipp in seinem Verein Niendorfer TSV. Beeindruckend findet er auch die Passgenauigkeit von über 90 Prozent und dessen soziales Engagement mit einer Stiftung. Moderator Kai Pflaume stellte ihn als „Spielmacher mit großem Herzen“ vor.

Ganz entspannt konnte Philipp sich die Sendung zuhause im Fernsehen anschauen, denn die Aufnahmen dazu entstanden schon vor einer Woche im Berliner ARD-Studio. Er erinnert sich: „Obwohl ich erst als letzter auftrat, war ich gar nicht aufgeregt, denn ich war mir sicher und kannte das Drumherum schon von der vorherigen Aufnahme im Dezember, als ich mich mit meiner Wette vorgestellt habe.“ Der 13-jährige Schüler verbrachte zusammen mit seinen Eltern Nina und Thomas sowie seinem Bruder Maximilian (16) ein erlebnisreiches Wochenende in der Bundeshauptstadt. Schon am Freitag traf er dort die anderen Teilnehmer der Show mit ihren Eltern und am Sonnabend war die Generalprobe im großen Studio – noch ohne Promis. Mutter Nina Treptow war von dem professionellen Umgang beeindruckt: „Es wurde nichts manipuliert und auch Niederlagen und Fehlversuche wurden akzeptiert. Moderator Kai Pflaume hat eine herzliche Ruhe ausgestrahlt.“ Auch Vater Thomas war von der familiären Atmosphäre angetan: „Vor dem Beginn der Aufzeichnung wurde locker auf dem Flur und in der Garderobe miteinander geschnackt. Und auf der After-Show-Party gab Toni Kroos Philipp noch ein paar Tipps: „Du musst immer am Ball bleiben – mit viel Ehrgeiz, Wille und Training. Je mehr man etwas will, desto größer ist die Chance. Aber dafür muss man hart arbeiten.“ Das steht für Philipp schon jetzt außer Frage, denn für den Fußball arbeitet Philipp bereits seit mehreren Jahren hart. Drei Mal die Woche fährt der HSV-Fan zum Training nach Niendorf, dazu kommen noch die Punktspiele. „Fußball ist mein Leben, schon von klein an. Es ist für mich keine Last, sondern ich bekomme das gut unter einen Hut. Mein Ziel ist es, irgendwann Profi-Fußballer zu werden.“

Bei einem standardisierten DFB-Test vor drei Jahren wurde sein besonderes Talent der Fuß-Auge-Koordination erkannt. In 50 Sekunden muss man mit dem Ball am Fuß in einer Acht um möglichst viele Hütchen gehen. Da Philipp hier deutlich vor den anderen Spielern lag, entstand die Idee für die Wette.

Die Borsflether nehmen großen Anteil an Philipps Erfolg und viele sprechen ihn darauf an. Da die Sendung bereits am letzten Wochenende aufgezeichnet wurde, „haben mich auch meine Mitschüler immer wieder gelöchert. Aber ich habe dichtgehalten.“ Philipp besucht die siebte Klasse des Detlefsengymnasiums in Glückstadt. Schulleiter Hartmut Appel freut sich über seinen Schüler: „Ich habe selbst Fußball gespielt und unterstütze solche Aktivitäten. Aber die schulischen Leistungen müssen stimmen.“

Für Philipp war das ganze Drum und Dran ein unvergessliches Erlebnis. „Das würde ich sofort wieder machen.“ Und heute ist er schon wieder in Pinneberg zu einem Stützpunkt-Training des Deutschen Fußball-Bundes zur Talentförderung.

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