Sport : Bogensportler schaffen sich eine Ruhezone

Ausruhen und entspannen ist wichtig im Bogensport. Auf neuen Bänken – gesponsert von der Sparkasse Westholstein – ist das jetzt möglich.
Ausruhen und entspannen ist wichtig im Bogensport. Auf neuen Bänken – gesponsert von der Sparkasse Westholstein – ist das jetzt möglich.

Förderung der Sparkasse Westholstein ermöglicht Anschaffung von Holzbänken

shz.de von
26. Mai 2015, 17:09 Uhr

Nur keine Hektik – mit höchster Konzentration legt Christine Lenz den Pfeil auf ihren Recurvebogen. Einatmen – ausatmen – spannen – anvisieren. Das Auge ist nicht schnell genug, um den Abschuss zu registrieren. Erst das „Plopp“ auf der 30 Meter entfernten Scheibe verrät: Treffer. Und so geht das in Serie weiter. Im gleichen Bewegungsablauf. Auch wenn Bogen und Pfeile einzeln nicht viel wiegen, machen sich schon am Ende einer Sechserserie Kraft und Kondition deutlich bemerkbar.

Seit 2006, dem Gründungsjahr, schießt die junge Frau im Bogensportverein Glückstadt mit einer Reihe Gleichgesinnter. Die Anlage am Sperforkenweg, auf der sie ihren Sport ausüben, ist dafür wie geschaffen. Ruhig, abgeschirmt, Sonne im Rücken. „Wir waren sehr froh, dass wir vom VfB Glückstadt dieses Grundstück pachten konnten“, berichtet Nikolaus Dürr, Vorsitzender der Bogensportler. Auf dem ehemaligen Gelände der Marinekaserne, hinter der ETSV-Sporthalle, findet sich die sportliche Heimat. Sicher, neben dem Sport gibt es immer zu tun, weiß der Vorsitzende. Denn der Platz will auch gepflegt sein.

„Wir waren richtig glücklich, als wir jetzt durch die Förderung der Sparkasse Westholstein 1000 Euro erhalten haben“, freut sich Dürr, „alleine hätten wir uns das nie leisten können. Unser Dank gilt dem Institut.“ Das Geld ist sinnvoll angelegt in drei massive, schwere Holzbänke. Die dienen jetzt zum Ausruhen und Entspannen – ganz wichtig bei den Bogensportlern.

Etwa 40 Mitglieder umfasst der Verein. 32 von ihnen im Alter zwischen acht und 80 Jahren sind aktiv, sechs Kinder pflegen den Sport mit Pfeil und Bogen.

Natürlich nicht wie Winnetou oder Robin Hood. „Der Sport lehrt Ausgeglichenheit und Disziplin“, erklärt Christine Lenz. Es sieht ja alles so einfach aus. Nimmt man aber selbst einen dieser Hightech-Bogen in die Hand, versucht zu spannen, gleichzeitig das Ziel anzuvisieren, die Atmung in Einklang zu bringen, das Zittern der Rückenmuskeln zu ignorieren, dann begreift man als Ungeübter: Hier greifen komplexe Abläufe von Mensch und Sportgerät ineinander.

Wer möchte, ist gerne zum Probetraining eingeladen. Dort wird alles erklärt über Bogenkunde, Zubehör, Schießtechniken. Nikolaus Dürr: „Bogenschießen können alle Altersklassen: Männer, Frauen, Jugendliche und Kinder.”

>Infos bei Nikolaus Dürr (Telefon 04124/980100) oder unter www.bogenglueck.de


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