musikgrössen zu Gast : Blues-Trio begeistert

Vom Duo zum Trio (v. l.): Abi Wallenstein (Gitarre, Gesang), Günther Brackmann (Klavier) und Ben Heuer (Harp) standen erstmals zu dritt auf der Bühne.
Vom Duo zum Trio (v. l.): Abi Wallenstein (Gitarre, Gesang), Günther Brackmann (Klavier) und Ben Heuer (Harp) standen erstmals zu dritt auf der Bühne.

Blues-Legende Abi Wallenstein und Pianist Günther Brackmann brillieren in der Lauschbar. Mit auf der Bühne: Ben Heuer.

shz.de von
08. Juni 2014, 16:00 Uhr

Die besondere Zugabe gab’s nicht erst am Schluss, sondern schon von Anfang an: Blues-Legende Abi Wallenstein und Pianist Günther Brackmann erweiterten ihren Auftritt als Duo in der Lauschbar kurzerhand zu einem Trio. Denn sie holten den Itzehoer Mundharmonikaspieler Ben Heuer (Harp) zu sich auf die Bühne.

Die beiden Blues-Ikonen verbindet eine jahrzehntelange Geschichte. „Wir kennen uns schon seit 30 Jahren“, sagte Günther Brackmann, „und spielen immer mal wieder zusammen.“ So haben sie sich für etwa 20 Konzerte in diesem Sommer zusammengetan.

Während Günther Brackmann das erste Mal in der Lauschbar auftrat, war Abi Wallenstein in den zurückliegenden Jahrzehnten mehrfach zu Gast. Und da die beiden gut harmonieren und ihr Blues zu großen Teilen aus Improvisation besteht, bereitete es ihnen keine Schwierigkeiten, Ben Heuer in ihr Spiel zu integrieren.

Die Musik an diesem Abend strickten sie um Titel ihrer aktuellen CD „Feelgoodboogie“ herum, die 2012 am Timmendorfer Strand live aufgenommen worden war. Neben Songs wie „Route 66“, „Same Old Blues“ und „Cry Cry Baby“ spielten sie auch Klassiker wie „Mr. Mojo Risin’“.

Die Musiker erweiterten die Stilmittel des Genres, indem sie die bekannten Titel mit eigenen Interpretationen und Improvisationen ergänzten – ohne dabei etwas von der Kraft der Originale einzubüßen. Auch dank ihrer Spielfreude und der begleitenden Mundharmonika tat das fehlende Schlagzeug der dichten atmosphärischen Kraft keinen Abbruch.

Günther Brackmann mit seiner 35-jährigen Bühnenerfahrung bewies sich als virtuoser Blues- und Boogie-Pianist mit kraftvollen Improvisationen. In den Soli demonstrierte er seinen eigenen Pianostil. Der mehrfach ausgezeichnete Abi Wallenstein brillierte an seiner Gitarre und gab Rhythmus und Stimmung vor. Er überzeugte nicht nur durch sein Spiel, sondern auch durch seine rauchige Blues-Stimme.

Das gefiel den Besuchern besonders. Jutta Löschke aus Itzehoe sagte: „Ich finde das Konzert super. Ich habe Abi Wallenstein vor vier Jahren zum ersten Mal live gesehen und wollte seitdem wieder zu einem Konzert. Jetzt hat das sogar in Itzehoe geklappt.“

Belohnung für die spielfreudigen Musiker an diesem Abend: Eine Zugabe nach der nächsten, da das Publikum sie mit seinem Applaus fast gar nicht von der Bühne lassen wollte.

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