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Norddeutsche Rundschau

22. November 2017 | 08:47 Uhr

Blues-Party im vollen Saal

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Benefizveranstaltung des Lions-Clubs Itzehoe lockt fast 600 Besucher an

shz.de von
erstellt am 10.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Zwei renommierte Blues-Bands, ergänzt durch ein aufstrebendes Itzehoer Duo – mehr hochwertige Live-Musik an einem Abend ging nicht. Knapp 600 Besucher in einem proppevollen Saal waren wieder einmal begeistert.

Bei der bereits 15. Blues Night des Lions-Clubs Itzehoe im Autohaus Eskildsen zugunsten der Lebenshilfe Steinburg wechselten sich Itzehoer, Hamburger und schwedischer Erfolgsblues ab. Nachdem das Itzehoer Duo „Egon Schwerkraft“ selbst komponierte Lieder präsentiert hatte, folgten mit der Hamburger „Jan Fischer Bluesband“ die ersten namhaften Interpreten des Abends. Sofort hatten sie das Publikum auf ihrer Seite und spielten auf ihre Art mehr als eine Stunde lang die Stücke von Größen der Blues-Historie. Schon da wurde vor der Bühne in der Auto-Ausstellungshalle ausgiebig getanzt.

Zum viel umjubelten Headliner des Abends wurde die schwedische Bluesrock-Formation „Lisa Lystam Family Band“, die die Stimmung etwa zwei Stunden lang bis zum Schluss noch steigerte. Die junge und spielfreudige Newcomerin hatte ihre ganze Familie aus Schweden mitgebracht: „Dies ist eine besondere Nacht für mich.“ In ihren Songs zeigte sie ihr musikalisches Können und sorgte zum Ende für ein weiteres Highlight des Abends: Lisa Lystam holte in der Zugabe zuerst Jan Fischer, dann alle beteiligten Musiker zu einer Jam Session mit mehreren Stücken auf die Bühne.

Die Schlagzeuger beider Bands steigerten das mit gemeinsamen Einlagen noch einmal. Während die Gitarristen Martin Friedenstab und Fredrik Karlsson vierhändig auf der Gitarre spielten, tanzte Lisa Lystam auf der Bühne mit ihrer Familie. Mit den Zugaben, den Klassikern „Sweet Home Chicago“ und „Got Your Mojo Working“ zündeten sie das letzte Feuerwerk des Abends.

Das kam bei den Besuchern sehr gut an. Ingo Rühmann: „Wir haben uns gut unterhalten, es ist sehr kurzweilig.“ Seine Frau Ute Peters-Rühmann ergänzte: „Sonst höre ich Blues nicht, aber live ist das etwas völlig anderes. Vor allem den guten Zweck für die Lebenshilfe unterstütze ich gerne.“

Der ganze Abend, so Organisator Thomas Schönhoff aus dem Vorstand der Lions, entspreche dem besonderen Wunsch von Joachim Fuhlendorf, dem in diesem Jahr verstorbenen Blues-Night-Begründer. „Wir werden sie in seinem Gedenken weiterführen.“ Mit den Jahren habe man sich ein Stammpublikum erspielt, so dass das Ziel fürs nächste Mal sei, ohne Abendkasse auszukommen.

Gemeinsam mit Rüdiger Claußen und Peter Geschke hatte Schönhoff die Blues Night organisiert. 20 Helfer waren im Einsatz für die nach Lions-Angaben mittlerweile größte Blues-Benefiz-Veranstaltung in Deutschland. Wegen einiger Konkurrenzveranstaltungen – in Itzehoe etwa ging am selben Abend die Musiknacht über die Bühne (wir berichteten) – wünschte er sich bessere Koordination mit anderen Veranstaltern. Und Schönhoff kündigte schon einmal an: „Im nächsten Jahr bieten wir unseren Zuhörern wieder unsere Stammband ‚BB & the Blues Shacks‘ und werden dazu zwei Itzehoer Bands und Talente aufbieten.“

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