Kultur : Blue Lake auf höchstem Niveau

Begeisterten: Dirigent Thomas Wirtz. Orchester und der Chor des Blue Lake Fine Arts Camp aus Michigan (USA).
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Begeisterten: Dirigent Thomas Wirtz. Orchester und der Chor des Blue Lake Fine Arts Camp aus Michigan (USA).

Stehende Ovationen beim Abschluss des dreitägigen Festivals im Theater Itzehoe

shz.de von
11. Juli 2015, 05:00 Uhr

„Herausragend! Högschde Qualität!“ Das hätte der Trainer der amerikanischen Nationalmannschaft, Jürgen Klinsmann, wohl zu diesen jungen Leuten im Theater gesagt. Mit bester Kondition und größter Intensität gaben sie alles. Sie – das sind gut 200 Mitwirkende des Blue Lake Orchesters und des Blue Lake Chors, verstärkt durch den von Erwachsenen gestellten BlueLake-Projektchor aus Stockelsdorf bei Lübeck, dirigiert von Thomas Wirtz. Und alles? Das ist: Disziplin, Hingabe und Können. Dazu kommt die Bereitschaft der Jugendlichen aus dem US-Bundesstaat Michigan, sich an Schwierigstes wagen, wie an Bruckners „Te Deum“ – eine geistliche Komposition für Solisten, Chor und Orchester von tiefer Religiosität, in der Musik aber von mitreißender Kraft. Es bewegte das Publikum im ausverkauften Theater, das am Ende des Zwei-Stunden-Konzertes begeistert stehende Ovationen spendierte.

Alles geben – das heißt für die Blue Laker, neben dem offiziellen und dem privaten Programm mit den Gasteltern an drei aufeinander folgenden Abenden auf anspruchsvollem Niveau zu konzertieren. Zuhörer der vorangehenden Auftritte in St. Laurentii (Chorprogramm) und im Theater (Orchesterprogramm) schwärmten vom Können und der Ausstrahlung der Blue Laker. Was sie im abschließenden Konzert, das Chor und Orchester vereinte, dann auch nachdrücklich bewiesen.

Bürgermeister Andreas Koeppen bedankte sich in seiner auf Englisch gehaltenen Rede bei den teilnehmenden Schulen und den Gasteltern für die Bereitschaft, die jungen Leute als Gäste aufzunehmen. Besonders hob er dabei die Organisatorin Doris Brandt hervor, die den verbindenden Geist dieses seit zehn Jahren währenden Austauschprogramms repräsentiere. Zudem lobte er die Bereitschaft der jungen Leute, mit ihrer Musik einen künstlerischen Beitrag zu leisten, der Grenzen zu überwinden helfe.

Die Blue Laker bedankten sich ihrerseits durch ihren Sprecher Michael Klaue dafür, dass die Menschen hier ihre „Herzen und Häuser“ geöffnet hätten. Er überbrachte die Grüße des Senators von Michigan und als Gastgeschenk unter andern drei Stipendien des Blue Lake Fine Arts Camp für die beteiligten Itzehoer Schulen.

Ob daran auch Jürgen Klinsmann seine Freude gehabt hätte, ist unklar. Aber auf jeden Fall hat er drei „Spiele“ mit begeisterter Resonanz verpasst.




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