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Norddeutsche Rundschau

23. August 2017 | 08:23 Uhr

Eigenheim : Blockhaus im Feng-Shui-Prinzip

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Christian Wasserthal baut in der Liegnitzer Straße in Eigenleistung ein besonderes Gebäude. Es besteht aus 150 dicken Baumstämmen und wird im Feng-Shui-Prinzig errichtet. Sonntag gibt es einen Tag der offenen Tür.

150 dicke Baumstämme hat Christian Wasserthal (71) zersägt, bearbeitet und verbaut – in seinem achteckigen Blockhaus in der Liegnitzer Straße 9. Seit 2006 arbeitet der selbstständige Unternehmer an dem Projekt, fast alle Arbeiten erledigt er bisher allein. Heute ist Richtfest, Sonntag lädt er Interessierte zu einem Tag des offenen Hauses ein. Spätestens Weihnachten 2014 wollen Christian und Birgit Wasserthal ihr neues Heim beziehen.

Das Blockhaus ist in vielerlei Hinsicht einzigartig. Vor allem die achteckige Bauweise , die auf Feng Shui zurückgeht, ist auffallend. Und Christian Wasserthal hat gleich zwei Achtecke gebaut. Im größeren wird das Ehepaar wohnen, außerdem gibt es Seminarräume. Im kleinen Ackteck wird der Bauherr seine Werkstatt einrichten. Insgesamt verfügen die beiden Blockhäuser über jeweils 300 Quadratmeter Fläche in zwei Stockwerken. „Spare nicht mit Quadratmetern, sie sind Freiheit“, begründet der 71-Jährige sein großzügig bemessenes Blockhaus.

Die Idee, sich und seiner Frau ein achteckiges Blockhaus nach Feng-Shui-Prinzipien zu bauen, kam bereits 2001 nach dem Besuch eines entsprechenden Workshops. Für Blockhäuser hatte Wasserthal dazu schon immer ein Faible, „sie geben ein besonderes Gefühl der Wärme“. Er kaufte sich ein Konstruktionsprogramm und entwarf „sein“ Haus. Doch niemand wollte es bauen. „Die 45-Grad-Ecken machten es für die angesprochenen Firmen zu schwierig.“

Beim Studium von Fachzeitschriften stieß Wasserthal, der sowohl als Starkstromelektriker als auch als Systemelektoniker einen Meisterbrief hat, auf den Blockhausexperten Ralph Pfersich, der ihn danach mit Rat und Tat unterstützte. Dieser vermittelte auch den so genannten Richtplatz in Boostedt, wo die 150 Bäume (Douglasien), die Christian und Birgit Wasserthal 2006 in einer bestimmten Mondphase selbst ausgesucht hatten, zugesägt und bereits zum Rohblockhaus aufgebaut wurden.

„Damals hatte ich zum ersten Mal eine Kettensäge und eine Fräse in der Hand.“ Mittlerweile ist er Experte – er schneidet, sägt und fräst wie ein Profi. Alle erforderliche Maschinen stehen jetzt in einer benachbarten Halle in Hohenlockstedt. Selbst einen eigenen Kran für das Montieren der schweren Holzstämme hat er sich angeschafft. „60 bis 70 Stunden pro Woche sind für mich normal.“

Zurzeit wird das Dach gebaut, im Winter geht es an den Innenausbau. Auch hier macht der Hohenlockstedter fast alles allein. Prunkstück des Hauses wird der achteckige Wohnraum in der Mitte des Hauses, der nach oben hin in einem kleinen Turm mündet. Von dort gibt es auch freie Sicht auf den Wintergarten, der über eine Glasfront freie Sicht auf die benachbarten Felder gibt. Speziell wird auch die Energieversorgung. Durch ein ausgeklügeltes Be- und Entlüftungssystem müssen nur fünf Prozent der benötigten Energie zugeführt werden. Auch diese Anlage baut der 71-Jährige natürlich selbst.

Wenn Christian Wasserthal am Sonntag zum Tag des offenen Hauses einlädt, bietet er außerdem zu jeder vollen Stunde zwischen 10 und 18 Uhr eine Führung an.

 

 

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erstellt am 11.Okt.2013 | 12:15 Uhr

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