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Glückstadt : Blickfang: Neue Fische für die Docke

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Stabile Installation für den Fischpark: Manfred Schütt hat ein neues Werk aus Niro-Stahl geschaffen / Bisherige Kunstwerke sind dem Vandalismus anheim gefallen

Geangelt hat Manfred Schütt schon immer gern. Jetzt ist dem Glückstädter mit einer ganzen Serie von in der Elbe anzutreffenden Fischen ein ganz besonderer Fang gelungen. Das Zander, Stör und Aal jetzt mit silbern glänzenden Schuppen das Sonnenlicht reflektieren, hat jedoch weniger mit Angelei zu tun, sondern hängt mit Schütts Leidenschaft für kreative Ideen zusammen. Zu bestaunen sind aus Niro-Stahl gefertigten Fische auf der Docke am Außenhafen im dortigen Abschnitt „Fischpark“.

Der Themenpark ist seit der Eröffnung vor vier Jahren mehrfach von meist unbekannten Tätern verwüstet worden. Der Vandalismus traf vor allem die mehrere tausend Euro teuren Sicherheitsglaswände mit den hineingeschliffenen Elbfischen. Als die letzte Glaswand vor einem Jahr herausgetreten und zersplittert auf dem Boden lag, erinnerten an dieser Stelle nur noch stabile, aber nichts sagende Stahl-Rahmen an dem mit EU-Mitteln geförderten Fischpark.

Auf der Suche nach einer fischwürdigen Alternative erinnerten sich Rathaus-Mitarbeiter und Kommunalpolitiker an den früheren Feuerwehr-Tüftler – er war Gerätewart der Glückstädter Feuerwehr – Manfred Schütt. Dieser fertigte dann zunächst eine Miniatur der künftigen Fischrahmen und holte sich das endgültige Okay von der Politik.

In den Folgemonaten werkelte und schweißte Manfred Schütt dann fast jeden Tag an seinem Projekt herum. Strukturen für die später in der Sonne glänzenden Schuppen der Fische fräste der 75-Jährige mit einem Dremel in seine Exponate. „Drei Dremel fingen am Ende an zu qualmen und waren nicht mehr zu gebrauchen“, beschreibt Schütt den Feinschliff an seinen Arbeiten.

Dazu gehörte auch, dass der Rentner einigen Fischen die typischen Spitzen oder Zacken brechen musste. Jetzt fehlt auf dem Kamm die Spitze und der Barsch wirkt hierdurch etwas entstellt. „Das war aber eine Forderung des TÜV, weil sich meine Fische in Nähe von Kinderspielgeräten befinden“, erklärte Schütt. Auch wenn es sich das Mitglied der Feuerwehr-Ehrenabteilung nicht vorstellen kann, spricht er es dennoch aus: „Es handelt sich bei den Installationen um Anschauungsobjekte und nicht um ein Klettergerüst“.

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