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Ausstellung „Café Horizont“ : Blick zwischen die Exponate

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Das M.1 in Hohenlockstedt zeigt die Ausstellung „Café Horizont“. Zwischenräume spielen in den Werken eine große Rolle. Zu sehen bis 20. Oktober.

Geht es in der Ausstellung „Café Horizont“ um das, was sichtbar ist oder um die sichtbare Lücke, das Unsichtbare, das Unfassbare? Diese Fragen kreisen im M.1 der Arthur Boskamp-Stiftung derzeit um die Werke von Carola Deye, Fergus Feehily, Jonas Lipps und B. Wurtz.

B. Wurtz spielt mit oftmals gefundenen Materialien und Formen. Beispielsweise leere, offensichtlich wertlose Plastiktüten und deren Verschlüsse werden Teil einer Präsentation. Seine Malerei bleibt flächig, klar in der Farbigkeit, die Motive werden zum Symbol.

In den Bildern von Fergus Feehily geht es um Verdecken, Verstecken und um die Aufgabe des Betrachters, das Fehlende für sich zu ergänzen. Auch er nutzt dabei Fundstücke, die er dann auf seine Weise präsentiert.

Bildrückseiten hat Carola Deye partiell nachgezeichnet und gerahmt und hält damit den Großteil an Information zurück. Um besser erleben zu können, was eine Eule im Wald sieht, könnte sich der M.1-Besucher einen Tritt mitnehmen: In einer spannenden Leinwand-Installation malte Carola Deye verschiedene Tiere in eine Waldsituation, deren ausgeschnittene Augen dem Betrachter einen tierischen Durchblick ermöglichen.

Jonas Lipps bedient sich der traditionellen Aquarellmalerei. Für seine eher kleinformatigen Bilder sucht er sich unterschiedliche Malgründe, die oftmals schon bedruckt oder beschrieben wurden. Seine Motive sind nicht immer eindeutig erkennbar.

In den Werken wie in der gesamten Präsentation geht es um Zwischenräume und deren Bewusstmachen: Die Exponate sind sehr sparsam im M.1 verteilt und bieten Raum, um über den Sinn von Zwischenräumen nachzudenken. Der Ausstellungs-Untertitel „You slowly look around now – hold it“ fordert ebenso dazu auf, den Blick bewusst zu erleben.

Als Ausstellungs-Extra bauten Philip Gaisser und Niklas Hausser im Café ein Regal auf. Unter dem Titel „I could be a ninja but I am oil“ geht es um ein Motorrad, das in das Regal passen würde, um das dort aufgereihte grüne Bärlauchöl und die grün plakatierte Litfaßsäule vor dem Kunsthaus.


>Die Ausstellung „Café Horizon“ (You slowly look around now – holt it) wird gefördert von Culture Ireland und ist (mit Café) noch bis 20. Oktober samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Breite Straße 18, Hohenlockstedt. Informationen im Internet unter www.arthurboskamp-stiftung.de


>Zum Vormerken: Die Ausstellung der diesjährigen Förderpreisträger wird am 23. November im M.1 eröffnet.



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