Blick hinter die Theater-Kulissen

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Waldorfschüler dürfen Tonaufnahmen für Jugendstück beisteuern

shz.de von
20. Mai 2015, 10:24 Uhr

Around the world in 80 days! No problem! Das Glück kommt wie ein Donnerschlag.

Wir waren dabei, erlebten auf der Studiobühne des Itzehoer Theaters interessante Jugendstücke, kamen mit Schauspielern ins Gespräch und die Autorin Sabine Ludwig ließ uns mit der Lesung aus ihrem neu erschienenen spannenden Buch „Schwarze Häuser“ Gänsehaut bekommen.

Wir machten uns in diesem Schuljahr wieder auf zu einer Entdeckungstour durch eine abwechslungsreiche Spielzeit des Kinder- und Jugendtheaters.

Die Besuche der Theaterpädagogin Britta Schramm in unserer Schule waren stets besondere Höhepunkte. So lernten wir Techniken des Improvisationstheaters kennen, tauchten in Szenen der Theaterstücke ein und hatten dennoch einen großen Wunsch: Wie sieht es hinter den Kulissen des Theaters aus? Jarla, Karla, Meriam und Finja kannten sich als Teilnehmerinnen der Jugendkulturwoche 2015 dort bestens aus.

Umso größer war unsere Freude, dass im Rahmen des Zisch-Projektes ein Blick hinter die Kulissen möglich wurde. Wir Zisch-Reporter erwarteten aufgeregt diesen besonderen Tag.

Theaterpädagogin Britta Schramm und der Hausmeister des Theaters, Dieter Langbehn, ließen uns „die Bretter, die die Welt bedeuten“ und die „Unterwelt des Theaters“ erkunden.

Nach einer kurzen Begrüßung teilten wir uns in zwei Gruppen. Der Hausmeister führte uns durch ein Labyrinth von Gängen mit Rohren und unzähligen Leitungen. Wir staunten über die Technik, den Orchestergraben und die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten des Hauses. Uns beeindruckte die gewaltige Höhe der Obermaschinerie des großen Saales.

Nach diesem interessanten Rundgang fanden sich die Gruppen zu einer besonderen Aufgabe im Studio ein. Tonaufnahmen zum Doppelstück „Bitch Boxer – Ein Hauch“ des Theaterjugendclubs sollten mit uns gemacht werden.

„Kriegen wir das auch hin?“, fragte Kjell besorgt. Wir hatten viel Spaß, zwei Schülerinnen bekamen eine Solo-Sprechrolle, und sogar die begleitenden Mütter wurden einbezogen.

Gespannt erwarten wir nun die Aufführungen am 4. und 5. Juni jeweils um 19 Uhr im Studio.

Dieser Vormittag verging zu schnell. Vieles hatten wir erlebt, entdeckt und gelernt. Jedoch reichte die Zeit nicht aus, um alle Recherchefragen zu klären. Wie entsteht der Spielplan für das Kinder-und Jugendtheater? Diese Frage musste noch beantwortet werden.

Alle kennen das kleine Spielplanheft mit dem „Dreheffekt“. Aber wie kommt es dazu? Die Theaterpädagogin besuchte uns in der Schule. Sie nannte uns Begriffe von A wie Altersgruppen und Abos über Budget bis Z wie Zuschauer.

In Plan- und Rollenspielen erstellten wir fiktive Spielpläne, führten „Verkaufsgespräche“ und schnell stand für uns fest: Dieses Puzzle hat mehr als 1000 Teile. Aber es ist spannend.

Wir warteten gespannt auf die Vorstellung des Spielplans für die Spielzeit 2015/2016, denn auch uns verriet die Theaterpädagogin vorab noch nichts.

Nach diesem für uns abwechslungsreichen Theaterjahr steht fest: Wir freuen uns auf das Schulklassen-Abo in der neuen Spielzeit und lassen uns überraschen. Unsere Schule und das Kinder- und Jugendtheater blicken mit dieser Spielzeit auch auf ein erfolgreiches Jahr als Kooperationspartner.

Ein Theaterbesuch lohnt sich! Dies können wir allen Lesern empfehlen.

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