Matjeswochen : Blick hinter die Matjes-Kulissen

Sandra Kirbis (links) und Ann-Kathrin Witzdam zeigen den meterlangen Lageplan der Flohmarktstände, der nur ein Detail im Vorbereitungsmarathon der Matjeswochen-„Macher“ ist.
Sandra Kirbis (links) und Ann-Kathrin Witzdam zeigen den meterlangen Lageplan der Flohmarktstände, der nur ein Detail im Vorbereitungsmarathon der Matjeswochen-„Macher“ ist.

Für die Festtage wird das ganze Jahr über gearbeitet. Veranstalter ist das Glückstadt Destination Management.

shz.de von
29. Mai 2018, 05:02 Uhr

Mitte Juni starten die Glückstädter Matjeswochen. Die Organisatoren zählen die verbleibenden Tage schön rückwärts. Dabei liegt ein erheblicher Teil der Arbeit schon hinter Sandra Kirbis und ihrem Team. Kirbis ist Geschäftsführerin der Glückstadt Destination Management Gesellschaft, kurz GDM, die nicht nur für den Tourismus in der Elbestadt zuständig ist, sondern auch für den Tag des offenen Denkmals – und eben für die Matjeswochen.

„Wir sind Veranstalter, Organisator und Verantwortlicher“, erklärt Sandra Kirbis, die die Auftakttage der Matjeswochen als „Ausnahmewoche“ bezeichnet. Dabei laufen die Planungen streng genommen das ganze Jahr. Schon am Montag nach den Matjesfeierlichkeiten würden die ersten Gewerke für das Jahr 2019 geordert. Angefangen bei der Tanzfläche bis hin zu Terrasse und Möbeln.

An die 100 000 Besucher werden anlässlich der Matjeswochen erwartet. „In den vier bis sechs Wochen vorher geht es bei uns eigentlich nur noch darum“, sagt Ann-Kathrin Witzdam, die bei der GDM für die Pressearbeit zuständig ist und mit Sandra Kirbis die Hauptlast der Vorbereitung schultert. Wenn es ernst wird am 14. Juni, ist das Duo rund um die Uhr im Einsatz. „Wir beiden teilen uns die Hauptdienste“, sagt Kirbis. Einen Großteil der Arbeit „sieht man gar nicht“, ergänzt Witzdam, die ausgerechnet hat, dass sie während der Festlichkeiten pro Tag rund 40 Kilometer zurücklegt. Die Matjeswochen als Marathon, wenn man so will.

Bis zum 17. Juni nimmt der Stress kein Ende. Das Musikprogramm endet irgendwann gegen Mitternacht, bis 2 Uhr in der Früh ist Sandra Kirbis im Einsatz, in den folgenden Stunden hat sie Rufbereitschaft. Ab 5 Uhr übernimmt Ann-Kathrin Witzdam. „Erreichbar bin ich aber schon ab 4 Uhr“, merkt sie an. Zum Glück haben die beiden erfahrene Helfer an ihrer Seite. Stefan Wolter zum Beispiel, der sich um die Bands kümmert. Oder Jörg Mahn, der Macher der Hafenmeile.

„Anfangs haben wir die Bands noch selbst gebucht“, sagt Kirbis, für die es in diesem Jahr schon die 15. Matjeswochen sind. Auch einen professionellen Moderator habe es in ihrer Anfangszeit noch nicht gegeben. Inzwischen hat Wolter diesen Part übernommen. Er ist auch der maßgebliche „Macher“ des Musikprogramms. Und damit sich die Stars und Sternchen in Glückstadt rundum wohlfühlen, ist er auch für den Backstage-Bereich und den Soundcheck zuständig.

Das GDM sorgt für eine sichere An- und Abreise der Musiker, bucht Hotels und organisiert Parktickets in Bühennähe. „Es ist immer ein Ansprechpartner vor Ort“, umschreibt Kirbis dieses Rundum-sorglos-Paket, das Garant dafür sei, „dass die Musiker hier immer sehr zufrieden sind“. Die Dateils, um die sich Kirbis und ihr Team während der Matjeswochen kümmern, reichen von der Vergabe der Flohmarktstandplätze bis hin zu ausreichend Toilettenwagen.

„Ganz wichtig sind die Sponsoren“, betont Sandra Kirbis. Die Hauptsponsoren Stadtwerke Glückstadt, Edeka Frauen, die Dithmarscher Brauerei und die Volksbank Pinneberg-Elmshorn seien allesamt schon lange Jahre mit im Boot. So sei ein „tolles Vertrauensverhältnis“ entstanden, das weit über das rein Finanzielle hinausgehe. Wichtig ist Kirbis, den regionalen Bezug der Hauptsponsoren zu betonen. Generell sei ohne deren Unterstützung ein Fest wie die Matjeswochen „gar nicht möglich“.

Damit alles reibungslos abläuft, muss die Zusammenarbeit auch mit wichtigen Partnern wie dem Ordnungsamt, der Polizei, Feuerwehr und dem DRK funktionieren. „Schon ein halbes Jahr vorher laufen Planungen und Gespräche an“, sagt Ann-Kathrin Witzdam. Dann gehe es darum, die Aufgaben zu verteilen. Jeder habe sein Spezialgebiet zu betreuen, seien es nun Kinder- oder Fahrradmeile. In der heißen Phase würde das Orga-Team auf bis zu neun Personen anwachsen, verrät Kirbis. Immer noch ein erstaunlich kleiner Kreis angesichts des immensen Aufwandes.

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