Blick hinter die Kulissen der Feuerwehr

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27. August 2012, 03:59 Uhr

Grossenrade | "Uns ist es wichtig, den Bürgern einmal zu zeigen, was wir an Equipment bei einem Einsatz zur Verfügung haben und auf welche weiteren Einheiten wir zurückgreifen können", sagte Wehrführerin Kerstin Hartmann am Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Großenrade.

Rund um die alte Schule, gegenüber des Gerätehauses, präsentierten sich die Feuerwehrleute der Öffentlichkeit. Mit dabei das Technische Hilfswerk (THW) Burg-Hochdonn und eine Gruppe der Technischen Einsatzleitung des Kreises Dithmarschen (TEL). Vor allem die erwachsenen Besucher schauten sich interessiert in dem Fahrzeug um, ließen sich die Einsatzmöglichkeiten und die aufwendige Technik erklären. "Das TEL rückt bei Großschadenslagen mit aus. Vor Ort besteht so die Möglichkeit, von diesem Wagen aus die gesamte Einsatzstelle zu koordinieren", erläuterte Eggert Schmidt aus Kleve. Unterteilt ist der Wagen in zwei Räume. Es gibt Anschlussmöglichkeiten für bis zu acht Laptops, an denen man sich einen Überblick über die jeweilige Lage schaffen kann, und vorne einen Raum mit Funk, von dem aus Kontakt zu den Einsatzleitern vor Ort gehalten wird.

Das THW demonstrierte den Einsatz von Hebekissen, erklärte die Funktion von Spreizer und Schere, stellte seinen höchsten Lichtmast vor. Leiter Axel Tank berichtete von verschiedenen Einsätzen, bei denen das THW nicht nur technische Hilfe leistet, sondern auch für die Ausleuchtung zuständig ist.

Gespannt verfolgten viele Zuschauer die Demonstration des Brandschutzerziehers Marten Karstens. Nur zu deutlich wurde ihnen bewusst, wie gefährlich es ist, eine brennende Pfanne mit Wasser zu löschen, als Stichflammen in den Himmel schossen.

Dass ein Auto in Wirklichkeit nicht so schnell explodiert wie im Spielfilm, erklärte Kartens in einer weiteren Vorführung. Mit einem Brenner steckte er den Stutzen eines Autotanks in Brand - nichts passierte, die Flamme erlosch nach kurzer Zeit und er konnte den Tankdeckel wieder aufsetzen. Kartens: "Es stimmt einfach nicht, dass ein Tank gleich explodiert. Also sollte man keine Scheu haben, Menschen aus einem brennenden Auto zu retten." Ablöschen könne man ein Feuer mit Sand oder Erde, wenn kein Feuerlöscher zur Hand sei.

Neben der Vorstellung der Wehr ging es den zurzeit 30 Aktiven um Kerstin Hartmann auch um die Mitgliederwerbung. "Wir brauchen weiter Nachwuchs, um die Wehr zu erhalten. Deshalb wird sich auch die Jugendfeuerwehr mit einer kleinen Übung vorstellen. Ich erhoffe mir davon, dass mehr Jugendliche sich für die freiwillige Arbeit in der Feuerwehr interessieren und sich uns anschließen."

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