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Norddeutsche Rundschau

21. August 2017 | 12:02 Uhr

Jäger : Bläser zwischen Tradition und Hobby

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Das Steinburger Jagdhornbläsercorps gibt es seit fast 60 Jahren. Seit 13 Jahren gibt es auch die Nachwuchsabteilung „Jagdhörnchen“. Mitstreiter sind immer willkommen.

Seit fast sechzig Jahren gibt es im Kreis Steinburg die Jagdhornbläser. „Die Signale der Jagdhörner waren früher quasi das Handy der Jäger“, erklärt Gunda Mohr. Gemeinsam mit Dr. Elmar Lubenow leitet sie die Bläsergruppe, in der zur Zeit 26 Männer und Frauen organisiert sind, hinzu kommen noch sechs Jugendbläser.

Gespielt wird auf Fürst-Pless-Hörnern und auch auf Parforce Hörnern zu offiziellen Anlässen. Dazu gehören Jubiläen jeder Art, die Hubertusmesse im Herbst, Drückjagden und natürlich Treibjagden, wie sie gerade überall im Land stattfinden.

Während in früheren Zeiten die Signale dem Jäger den Beginn und das Ende, sowie Positionswechsel ansagten, wird heute während der Jagd über moderne Technik Kontakt gehalten. Zum An- und Ablasen der Jagd gehören die Jagdhornbläser aber weiterhin zum Prozedere dazu, auch die Stecke wird beim abendlichen Schüsseltreiben verblasen.

Das Steinburger Bläserkorps misst sich bei Wettbewerben mit anderen Bläsergruppen. Zum Beispiel mit der Bläsergruppe der Jägervereinigung Feuchtwangen, mit der seit fünf Jahren eine enge Freundschaft besteht. „Wir haben mal ein Horn ersteigert und da kam der Kontakt zu Stande“, schildert Gunda Mohr den Aufbau der Partnerschaft. Seither finden regelmäßige Treffen statt, während denen die jeweiligen Besucherbläser an den örtlichen Wettbewerben als Gäste teilnehmen.

Für das Blasen der Hörner sind keine Vorkenntnisse nötig. „Das kann man in jedem Alter erlernen“, erläutert die Ausbilderin. Seit Februar 2000 gibt es die Jagdhörnchen, in der Jugendliche ab sechs Jahren das Spielen der Hörner lernen. „Wir wollten Jugendlichen die Möglichkeit bieten, das Instrument zu erlernen.“ Kooperativ mit Elmar Lubenow übernahm Gunda Mohr die Weiter- und Ausbildung beider Corps. Um dabei auf dem neuesten Stand zu bleiben, besuchen die beiden Seminare auf Landesebene. Die „großen Bläser“ erweitern ständig durch neue Stücke ihr Repertoire, zu dem nicht nur Jagdsignale sondern auch konzertante Stücke zählen. „Es geht bei uns aber nicht nur ums Üben und die Auftritte“, fügt Gunda Mohr an. Bei den Jagdbläsern kommt auch die Geselligkeit durch Sommer- und Weihnachtsfeiern und Ausfahrten nicht zu kurz.

Wer Lust am gemeinschaftlichen musizieren hat, ist zu einem Übungsabend herzlich eingeladen. Während die Jagdhörnchen jeweils mittwochs um 15 Uhr in Drage üben, treffen sich die Jagdhornbläser immer donnerstags um 20 Uhr im Klever Hof.

 

>Interessierte können sich bei der Kreisvorsitzenden Bianka Randschau unter 04893-15245 oder bei Gunda Mohr, 04821-79002, anmelden und informieren.

 

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erstellt am 17.Okt.2013 | 12:00 Uhr

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