Björn Nagel gewinnt großen Preis

Westküsten-Reitturnier in Marne: Friedrichskooger verweist Vorjahressieger Carsten-Otto Nagel auf Platz zwei

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04. Juli 2011, 07:07 Uhr

Marne | Das erste Wochenende im Juli steht in Marne immer im Zeichen des Reitsports. Dann richtet der Reit- und Fahrverein (RFV) Germania Marne sein weit über die Landesgrenzen hinaus bekanntes Westküstenturnier aus. "Wir hatten noch nie so viele Zuschauer wie in diesem Jahr", freut sich Wilhelm Lammers über den guten Zuspruch. 2.200 Nennungen gab es für 58 Teilprüfungen an drei Tagen. "Und das Beste ist, dass alle Pferde und Reiter die Turniertage ohne Blessuren überstanden haben", so der Vorsitzende des RV Marne. Besonders am Freitag und Samstag war es eine sehr gute Beteiligung bei den einzelnen Prüfungen.

Am Sonntag gab es einen kleinen Teilnehmereinbruch. "Das mag mit den Unwettern rund um Marne zusammenhängen", bedauerte Lammers, denn in Marne war es den ganzen Tag trocken. Leider musste so auch das bei den Zuschauern beliebte Ponyrennen mangels Teilnahme abgesagt werden. "Auch die Sichtung zum Bundeschampionat wer eher bescheiden besucht", sagte Lammers. Mit 22 Startern war der vierte von fünf Sichtungsläufen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sehr spärlich besetzt. "Wenn man darüber nachdenkt, dass man sich hier mit einer Wertnote von 8.0 für das Bundeschampionat in Warendorf qualifizieren konnte", so der Vorsitzende weiter.

Doch das Westküstenturnier hatte weitaus mehr zu bieten. So konnten gerade bei den Prüfungen der Nachwuchsreiter tolle Leistungen gesehen werden. Und der Reit- und Fahrverein Marne trägt nicht umsonst diesen Namen. Auch der Fahrsport wird in Marne großgeschrieben. Falko Meckelburg bot mit einem Vierspänner einen Einblick in den Fahrsport. Meckelburg hatte auch ein Geschenk mit. Er überreichte Dr. Jutta Müller für das Dithmarscher Landesmuseum ein Kummtgeschirr mit dem der Züchter und Fahrer Heinrich Schoof aus Hedwigenkoog über Jahrzehnte hinweg erfolgreichen Fahrsport betrieben hat.

Höhepunkte des Turniers waren die S-Prüfungen. Im Dressur-Wettbewerb konnte sich Herbert Boger (RV Rehagen-Hamburg e.V.) auf Powerfee souverän gegen seine Mitstreiter durchsetzen und gewann damit den Ehrenpreis des Kreises Dithmarschen. Die zum Teil anspruchsvollen Parcours haben Norbert Jakubowski und Paul Peters für alle Prüfungen ausgearbeitet. "Die Reiter loben immer wieder unsere guten Plätze. Das fängt schon mit dem Wattboden beim Abreiteplatz an und hört mit dem gut gepflegten Grasboden auf dem Turnierplatz auf", freut sich Lammers. Gerade diese guten Rahmenbedingungen macht er für die hervorragenden Ergebnisse verantwortlich. So konnten beim Ein-Sterne-S-Springen zwölf Null-Fehler-Ritte vermerkt werden. Eine Strecke von 490 Metern mit zwölf Hindernissen und 15 Sprüngen mussten von Pferd und Reiter überwunden werden. Elf Paare haben sich im Rahmen der vorgegebenen Zeit für den Stechparcours qualifiziert. Während Carsten-Otto Nagel (RFV Stall Moorhof) im vergangenen Jahr mit seinem Pferd Rarität noch das S-Springen für sich entscheiden konnte, musste er sich in diesem Jahr mit dem achtjährigen Holsteiner Hengst "Deichgraf" mit dem zweiten Platz begnügen. Mit 40,25 Sekunden für den Parcours mit sechs Hindernissen und sieben Sprüngen entschied Björn Nagel (TRSG Holstenhalle Neumünster) auf Uno den Wettkampf für sich.

Alle Ergebnisse im Einzelnen im Internet unter: www.frahm-meldestelle.de

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