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Fotowettbewerb : Bismarck – wie Itzehoer ihn sehen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Förderverein für die Bismarcksäule ruft zu Fotowettbewerb im Rahmen der Kampagne „99 Lieblingsplätze“ auf.

„No Nazis“ hatte mal jemand an die Bismarcksäule im Stadtforst geschmiert. Bismarck ein Nazi? Otto von Bismarck wurde mal als Wegbereiter des Dritten Reichs verteufelt, mal als deutscher Einiger gefeiert. Wer war der Mann, der in diesem Jahr 200 Jahre alt geworden wäre? Der Frage sollen Bürger in dem Fotowettbewerb „99 x Bismarck, Itzehoe & ich“ auf den Grund gehen.

„Der Verein Bismarcksäule Itzehoe lädt ein, sich auf Bismarcks Spuren in der Steinburger Kreisstadt zu begeben“, kündigt Vorsitzender Lars Bessel an. Ziel sei anlässlich des Bismarck-Jubiläumsjahres eine kritische, aber differenzierte Auseinandersetzung mit der historischen Figur Otto von Bismarck, seinem positiven wie negativen Wirken. „Meine Hoffnung ist, dass sich insbesondere Schüler damit beschäftigen und vielleicht auch im Unterricht Bismarck thematisiert wird.“

Die Arbeiten sollen von August bis Oktober entstehen. Anlass des Wettbewerbs ist die Kampagne „99 Lieblingsplätze“ der Metropolregion Hamburg. „Die sollte mit einer Aktion verbunden werden“, so Bessel. Eine solche sei zum 200. Geburtstag des ersten deutschen Reichskanzlers ohnehin geplant gewesen. „Die Idee ist, ein Foto in Itzehoe zu machen, das eine Verbindung zu Bismarck zeigt“, erklärt Bessel. Dabei gehe es nicht darum, die Bismarcksäule besonders schön abzubilden, sondern sich zu überlegen, welche Botschaft man transportieren möchte. „Bismarck spaltet. Er ist der erste deutsche Reichskanzler und hat die Sozialversicherung erfunden. Er hat aber auch drei Kriege angefangen und Sozialdemokraten und Katholiken verfolgt“, erklärt Bessel. In dem Wettbewerb sollen sich die Teilnehmer überlegen, was sie gut oder auch schlecht an Bismarck finden und fotografisch umsetzen: ein Selfie vor einer Krankenkasse oder ein Foto vor einem Kriegsdenkmal beispielsweise.

Das Ergebnis soll in Form eines Fotos oder einer Fotocollage dargestellt werden, auf dem auch der Fotograf zu sehen ist. Über die drei Gewinner des Wettbewerbs entscheidet eine Jury: die frühere Theaterdirektorin Mechthild Hobl-Friedrich, Fotograf Michael Ruff und Schuldirektor Harald Restorff.

Der Drittplazierte erhält einen Stein der Bismarcksäule, der Zweitplatzierte einen Gutschein von Foto Albrecht über 50 Euro und der Gewinner einen Gutschein über 100 Euro von der Sparkasse Westholstein. Die eingesandten Fotos sollen ab November der Öffentlichkeit in einer Ausstellung präsentiert werden. Die Siegerehrung soll anlässlich der Vernissage erfolgen.


> Einsendeschluss 15. Oktober. Die Werke sind als Hardcopy im Format 20x30 einzusenden an Bismarcksäule Itzehoe, c/o Lars Bessel, Schenefelder Chaussee 13, 25524 Itzehoe.

 

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erstellt am 01.Aug.2015 | 07:00 Uhr

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