zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

24. November 2017 | 03:10 Uhr

Stippvisite : Bischof besucht Papierfabrik

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Gothart Magaard ist zehn Tage im Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf. Abschluss-Gottesdienst in Itzehoe geplant.

von
erstellt am 06.Mai.2017 | 08:00 Uhr

Bischof Gothart Magaard (61) musste seinen Schlips ablegen. Die Sicherheitsvorschriften bei Steinbeis sind streng, auch für einen Geistlichen. Magaard hatte sich gestern zu einer Betriebsbesichtigung in der Papierfabrik eingeladen. Der Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein ist zehn Tage im Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf unterwegs. Auf dem Programm stehen Treffen mit Vertretern aus Landwirtschaft, Schule und Politik, sowie Gespräche mit kirchlich Engagierten und Mitarbeitern.

Gothart Magaard war angetan von dem, was ihm Personalchef Rüdiger Bruchmann über das Unternehmen Steinbeis erzählte und was er sah. „Beeindruckend“, fasste Magaard zusammen. Denn dass Steinbeis Papier aus Altpapier herstellt, wusste er. Dass dies auf hohem ökologischen Niveau passiert, nicht.

„Ökologie ist ein Kernthema unserer Kirche“, erklärte der Bischof. Was ihn verblüffte, war „der hohe Technikstandard“ und gleichzeitig der hohe ökologische Standard. Rüdiger Bruchmann führte den Bischof gemeinsam mit Peter Brodersen durch das Werk. An großen Maschinen und Papierrollen vorbei zu den neuen Robotern, die Rollen verpacken. Begleitet wurden sie vom stellvertretenden Propst Thomas Becker.

300  000 Tonnen Papier werden bei Steinbeis jährlich aus 400  000 Tonnen Altpapier hergestellt. Dafür wird viel Energie benötigt. Das Unternehmen ist deshalb auch der zweitgrößte Energieverbraucher in Schleswig-Holstein. Der Bischof interessierte sich auch dafür, wie in der geschlossenen Kreislaufwirtschaft vor Ort gearbeitet wird. Die Papiere von Steinbeis haben alle relevanten Umweltzertifikate bekommen. Greenpeace benutzt sie ebenso wie viele namhafte Unternehmen, unter ihnen auch VW und Coca-Cola. „90 Prozent aller Recycling-Papiere sind von uns“, erklärte Bruchmann.

Erste Gelegenheit für Bürger, Bischof Magaard kennen zu lernen, besteht im Gottesdienst, Sonntag, 7. Mai, um 10 Uhr in der neu gebauten Osterkirche in Klein Offenseth-Sparrieshoop. Magaard besucht zudem die Aufführung des „Messias“ von Händel in der Lutherkirche Elmshorn, Sonnabend, 13. Mai. Zum Abschluss predigt er in St. Laurentii in Itzehoe am Sonntag, 14. Mai, um 10 Uhr.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen