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Havarie : Binnenschiff in die Böschung gefahren

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Das deutsche Binnenschiff Marlene 2 läuft am Donnerstag bei Hollerwettern aus dem Ruder und fährt in die Elb-Böschung. Die Polizei ermittelt.

„Ich dachte, mich trifft der Schlag“, erzählt Beate Ansorge. Die Wewelsfletherin sah gestern Abend, wie das unter deutscher Flagge fahrende Binnenschiff „Marlene 2“ auf ihrer „liebsten Badestelle“ am Elbufer in Hollerwettern lag. Die in diesem Revier bis Brunsbüttel zuständige Wasserschutzpolizei aus Hamburg war mit der „Bürgermeister Weichmann“ zu dem Havaristen gefahren.

Nach Auskunft des Lagezentrums der Polizei in der Hansestadt besteht der Verdacht der Trunkenheit gegen den 64-jährigen Kapitän. Die Havarie ereignete sich gestern Mittag nach einer Kurskorrektur des elbabwärts fahrenden Schiffes.

Deichgraf Klaus-Peter Krey nahm den Havaristen selbst in Augenschein. Er geht davon aus, dass die Marlene 2 selbst bei Hochwasser nicht von allein wieder flott gemacht werden kann. Deshalb sollte in der Nacht gegen 24 Uhr bei auflaufendem Wasser mit Hilfe eines Schleppers versucht werden, das Binnenschiff wieder ins Fahrwasser zu ziehen.

Der Abschnitt, auf dem das 85 Meter lange Binnenschiff aufgefahren ist, ist eine beliebte Badestelle an der Elbe, weil es dort einen schönen Strand gibt. Die Marlene 2 ist mit dem Bug voraus tief in den Schilfgürtel hineingeraten. Kurz vor dem Radweg, der außen am Deich entlang führt, kam das 1959 gebaute Binnenschiff zum Stehen. Schäden, die eine Weiterfahrt verhindern sind nach ersten Erkenntnissen der Wasserschutzpolizei Polizei nicht am Schiffsrumpf aufgetreten.

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erstellt am 07.Aug.2014 | 19:45 Uhr

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