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Binnen-Entwässerung der Stadt verbessert: Schöpfwerk für 3,5 Millionen ausgebaut

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 23.Okt.2013 | 05:00 Uhr

Das Schöpfwerk Brunsbüttel Nord an der Mündung der Braake in die Elbe ist für die nächsten 50 Jahre gerüstet. Das nach 50-jährigem Bestehen aufgerüstete alte Schöpfwerk ist mit zwei neuen, leistungsstärkeren Pumpen ausgestattet und in einem gegenüber liegenden Neubau eine zusätzliche dritte Pumpe installiert worden. 3,5 Millionen hat das Projekt insgesamt gekostet, mit einer Summe von 690 000 Euro beteiligte sich das Land an der Investition. Die Technik wurde gestern zahlreichen interessierten Besuchern bei einem Tag der offenen Tür vorgestellt.

„Die drei neuen Pumpen erhöhen die Förderleistung auf 18 000 Liter Wasser pro Sekunde“, berichtete Techniker Jörg Daniel vom Deich- und Hauptsielverband Dithmarschen. Bisher schafften die beiden alten Pumpen maximal 15 000 Liter pro Sekunde. Die lange Betriebsdauer seit 1962, vermehrte Starkregenfälle, höhere Pegelstände in der Braake durch mehr versiegelte Flächen und der Anstieg des Meeresspiegels hätten den Deich- und Hauptsielverband gezwungen, die Pumpleistung zu erhöhen. Mit jetzt drei Mal 6000 Liter statt bisher zwei Mal 7500 Liter sei man für die Zukunft gewappnet, versicherte Daniel.

Er stellte den Besuchern die neuen, schräg liegenden und deutlich geräuschärmeren Propellerpumpen in der Praxis vor. Die dritte Pumpe im Neubauteil wurde dagegen als senkrecht stehende Pumpe installiert. Alle drei befördern das Wasser aus der Braake bis zu 4,40 Meter hoch in den in die Elbe abfließenden Auslauf. Die durch den Deichkörper verlegten Druckrohre haben einen Durchmesser von jeweils 1,80 Metern. Die zehn Tonnen schweren Motoren verfügen über die beachtliche Leistung von 600 Kilowatt.

Das Einzugsgebiet des Schöpfwerks Brunsbüttel Nord umfasst rund 11 000 Hektar der Sielverbände Helse, Kattrepel, Eddelak, Brunsbüttel sowie Brunsbüttel-Eddelaker Koog. Computergesteuert überwacht die neue Anlage den Wasserstand der Braake innerhalb fest vorgegebener Pegelstände – im Interesse der Landwirtschaft, der Wirtschaft, des Naturschutzes und der Bewohner. Sobald der maximale Pegelwert überschritten wird, springen die Pumpen an und transportieren die Wassermassen ab.

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