malende kinder : Bild der Hoffnung im Amtszimmer

Geschenk überreicht (v.l.): Rubi (6), Timon (6), Bente (5), Alexandra (3), Lina (6) und Julius (6) mit Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen.
Geschenk überreicht (v.l.): Rubi (6), Timon (6), Bente (5), Alexandra (3), Lina (6) und Julius (6) mit Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen.

Die Explosion in der Schützenstraße erschütterte sie - ein Bild dazu übergeben Kinder aus dem Montessori-Kinderhaus an den Bürgermeister.

Avatar_shz von
22. Juli 2014, 05:00 Uhr

Viereinhalb Monate ist die Gasexplosion in der Schützenstraße her. Vier Menschen starben, zahlreiche wurden verletzt, viele obdachlos. Das Unglück beschäftigte die ganze Stadt – auch die Kinder im Montessori-Kinderhaus am Klinikum. Um ihre Gedanken und Emotionen zu verarbeiten, bemalten sie gemeinsam eine Leinwand. Diese überreichten sie an Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen und waren dazu mit ihrer Erzieherin Andrea Martensen und Kinderhausleitung Bianca Franke im Rathaus zu Gast.

„Mit allen Kindern, die hier noch sitzen“, haben sie ein Bild gemalt, „weil alle Menschen zusammenhalten sollen, damit sie es schaffen, das Haus wieder zusammen zu bauen“, erklärte Lina (6). Acht Kinder hatten an dem bunten Kunstwerk mitgearbeitet. „Es ist sehr schade, dass da ein paar Menschen gestorben sind“, findet Rubi (6). „Deswegen haben wir da Sterne draufgeklebt.“

„Das Geschehen in der Schützenstraße hat die Kinder sehr beschäftigt“, berichtete Andrea Martensen. Viele der Eltern arbeiten im Klinikum, beim Rettungsdienst oder Technischen Hilfswerk. Auch im Radio haben die Kinder von der Explosion gehört. Oder direkt mit den eigenen Ohren: „Man hat voll den Knall gehört“, sagte Julius (6). „Nicht schön anzusehen“ sei der Unglücksort jetzt.

Koeppen erzählte, wie er selbst den Tag erlebt hatte, berichtete von der großen Hilfsbereitschaft innerhalb der Stadt und von der nicht abschließend geklärten Unglücksursache. „Vielleicht war es ein Bandit“, mutmaßte Rubi.

Das Bild findet jetzt einen Platz im Bürgermeisterzimmer. Es gebe Hoffnung und sei „wirklich schön geworden“, bedankte sich Koeppen.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen