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Anschauungsobjekt : Bienenwaben vom Baum geholt

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Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

Die Wilsteraner Nabu-Mitglieder haben die Präsentation im naturkundlichen Heimatmuseum im Speicher am Alten Rathaus um eine kleine Attraktion erweitert.

„Wir haben das schon lange im Blick“, sagt Peter Kock, Vorsitzender der Naturschutzbund-Ortsgruppe Wilstermarsch und deutet auf ein für Laien seltsam anmutendes Gebilde hoch oben in einem Baum in der Nähe des naturkundlichen Heimatmuseums im Speicher des Alten Rathauses. Dabei handelt es sich um Bienenwaben an einem auch für Fachleute ungewöhnlichen Ort. Dass das Bienenvolk sich am Baumgeäst niedergelassen hat, erstaunt Imker Hans Joachim Karstens. Eigentlich würden Bienen „ein Dach überm Kopf“ vorziehen.

Das Volk auf dem Baum haben die Naturschützer seit längerem beobachtet, inzwischen sind die Waben verlassen, schon längst war keine Biene mehr zu sehen. Das Wabengebilde machten die Wilsteraner Naturschützer als interessantes Objekt für das naturkundliche Museum aus. Nun galt es aber, die Waben vom Baum zu holen. Zimmermeister Jürgen Pruter erklärte sich bereit, mit einem Kranwagen die Aktion zu unterstützen. Hans Joachim Karstens ließ sich gemeinsam mit Günter Schröder, ebenfalls Nabu-Mitglied, in einem Korb in die Höhe hieven. Die zwei Männer sägten den Ast mit den Waben ab und brachten das Gebilde zu Boden. Fraglich war lediglich noch, ob das Nest gänzlich verlassen wurde – eben auch von der Königin. Aber auch die hatte das Nest verlassen.

Die Wabenformation hat für die Präsentation des Museums besondere Bedeutung. Dort gibt es auch einen Bienenstock. Naturnah kann der Besucher die Arbeit der Bienen in einem durchsichtigen Bienenkasten verfolgen. Ergänzend gibt es einen Schaukasten, der über die vollständige Entwicklung der Bienen über Ei, Larve, Puppe bis zur Königin, Arbeiterin oder Drohne informiert, und nun können eben auch die Waben betrachtet werden. Erstmals in Augenschein nehmen können dies die Besucher am 9. November. Dann ist das Museum im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntags von 12 bis 17 Uhr geöffnet.
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Öffnungszeiten des naturkundlichen Heimatmuseums im Speicher des Alten Rathauses: jeden 1. und 3. Sonnabend im Monat von 10 bis 12 Uhr.

 

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erstellt am 24.Okt.2014 | 12:00 Uhr

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