KIrchen-Partnerschaft : Bewegende Erlebnisse vom anderen Ende der Welt

Pastorin Marina Eitzen-Janta überreicht Grüße vom Burger Gemeindefest.
Pastorin Marina Eitzen-Janta überreicht Grüße vom Burger Gemeindefest.

Pastorin Marina Eitzen-Janta aus Burg berichtet vom Besuch in der Partnergemeinde Papua-Neuguinea.

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02. Dezember 2014, 17:02 Uhr

Faszinierende Einblicke in das Leben in Papua-Neuguinea (PNG) gab Marina Eitzen-Janta in einem lebendigen Bilder-Vortrag. Zusammen mit der Burger Pastorin waren Ute Lohse, Merle Fromberg und Cythia Lies als Delegierte Dithmarscher Gemeinden zu den Partnergemeinden in PNG gereist. Nach 30 Stunden Flug über Helsinki und Shanghai kamen sie in Goroka im Hochland von PNG an. Sobald sie irgendwo auftauchten, bildeten sich Menschentrauben. „Unendlich viele Hände haben wir geschüttelt und einander in den Arm genommen“, erzählt die Pastorin.

Ein Mädchen hatte sich sogar „Welcome Germany“auf die Wange geschrieben. Über matschige, steile, unebene Wege erreichten sie die Dörfer im Hochland vom Wabi-Distrikt. Am Dorfeingang gab immer wieder die gleiche Zeremonie: warten vor einem geschmückten Tor, um Einlass bitten und nach gemeinsamen Gebeten folgten Tanz und Musik. Dabei trugen die Niuginis meistens ihre traditionelle Kleidung mit Bast-Röcken und prachtvollem Federschmuck. Abenteuerliche Übernachtungsplätze mit Eimerdusche und Plumpsklo, Mumu, das traditionelle Mahl aus dem Erdofen, Farn, der wie Grünkohl schmeckt, die „leckerste Ananas der Welt“, rauchige Buschhütten, wilde Orchideen – die Zuschauer des Reiseberichts bekamen viele Momentaufnahmen mit exotischem Flair. Immer wieder haben die Dithmarscher Frauen erfahren: „Was uns mit den Niuginis verbindet, ist der christliche Glaube“.

Besonders beeindruckt hat die Burger Pastorin der Gottesdienst bei einer Konferenz mit 2000 Frauen in Boana: „Ich habe noch nie vor so vielen Menschen gepredigt“. Zum Glück war Cynthia Lies dabei, die ihre Worte ins Pidgin-Englisch übersetzten konnte. In einem anderen Gottesdienst hat die Burger Pastorin drei Kinder getauft. Diese Amtshandlungen waren auch ein Zeichen für mehr Gleichberechtigung in PNG, denn dort gibt es noch keine ordinierten Pastorinnen.

Die farbenfrohen Beutel namens Bilum, in denen die Frauen kiloweise Gemüse oder auch ihr Baby tragen, zeigte die Pastorin ebenso wie Meriblaus, die Kleidung der Frauen im Hochland. Sie wurden genäht auf den Nähmaschinen mit Handbetrieb, die von Dithmarscher Gemeinden finanziert wurden. Seit 1985 gibt es die Partnerschaft mit Gemeinden in Papua-Neuguinea – ein Gegenbesuch der Niuginis ist für 2017 geplant.

„Erlebnisreich, abenteuerlich, bewegend, aber auch anstrengend waren die dreieinhalb Wochen“ resümierte Marina Eitzen-Janta. Immer wieder wurde sie von Zuhörern im Burger Gemeindehaus unterbrochen, die sich für die Lebensumstände im „Land des Unerwarteten“ brennend interessierten.

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