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Pohl-Boskamp : Betriebsrat hält an Mediation fest

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Hohenlockstedt Der Betriebsrat hält nichts von den Plänen der Geschäftsführung, Neuwahlen vorzuziehen. Er strebt wie auch die Gewerkschaft weiter die Mediation an. Dazu hatte das Arbeitsgericht geraten.

shz.de von
erstellt am 13.Sep.2013 | 05:15 Uhr

In der Auseinandersetzung zwischen der Geschäftsleitung und dem Betriebsrat des Arzneimittelherstellers Pohl-Boskamp geht die Gewerkschaft IG BCE nicht auf den Lösungsvorschlag der Geschäftsführung ein. Das teilte die IG BCE gestern in einer Pressemitteilung mit. Die IG BCE trete weiter dafür ein, durch eine Befriedung wieder zu einer guten Zusammenarbeit zurückzukehren. „Gewerkschaft und Betriebsrat begrüßen es ausdrücklich, dass das Arbeitsgericht Elmshorn zu einer gerichtlichen Mediation rät. Darauf sollten sich beide Seiten einlassen. Wer allerdings bereits im Vorfeld Bedingungen stellt, entzieht einer Mediation die Grundlage“, erklärte IG BCE-Sprecher Andreas Suss.

Forderungen der Geschäftsleitung nach einem Rücktritt des Betriebsrats wies die IG BCE als unbegründet zurück. Suss: „Hierzu gibt es keine ersichtlichen Gründe. Der Betriebsrat ist demokratisch gewählt und bleibt nach eigener Aussage selbstverständlich im Amt. Er vertritt die legitimen Interessen der gesamten Belegschaft. Daran können auch die Versuche der Geschäftsleitung, Teile der Belegschaft zu instrumentalisieren, nichts ändern. Für einen vorzeitigen Rücktritt des Betriebsrates oder auch nur einzelner Mitglieder gibt es keinerlei Veranlassung.“

Suss verwies darauf, dass es im Tagesgeschäft durchaus eine sachliche und erfolgreiche Zusammenarbeit von Betriebsrat und Geschäftsführung gibt. So seien gerade zwei Betriebsvereinbarungen abgeschlossen worden, mit denen die Arbeitsplatzsicherheit und ein angemessener finanzieller Ausgleich für die Stammbelegschaft des Außendienstes geregelt wurden. Andreas Suss: „Wir fordern die Geschäftsleitung auf, den sachlichen Stil aus dieser täglichen Zusammenarbeit auch auf die offenen Streitpunkte zu übertragen.“

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