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Betrieb im Colosseum läuft ohne Einschränkung weiter

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 09.Jun.2015 | 10:34 Uhr

Der Betrieb im Colosseum läuft ohne Einschränkungen weiter und auch alle geplanten Veranstaltungen können dort in gewohnter Manier stattfinden. Darauf wurde jetzt von Ratsmitgliedern auf einer Sitzung des Hauptausschusses deutlich hingewiesen. Stellvertretender Bürgermeister Helmut Jacobs (SPD) hatte dort von Irritationen gesprochen, nachdem im Rahmen einer Sitzung des Bauausschusses erhebliche Mängel beim Brandschutz bekannt geworden waren. „Das Colo wird nicht dicht gemacht“, versicherte Jacobs.

Laut Bürgermeister Walter Schulz gehe es jetzt darum, einen Konsens mit dem Pächter zu finden. Dieser habe sein Interesse an einer Verlängerung des Pachtvertrages bis zum 31. Dezember 2016 bekundet. Schriftlich liege aber noch nichts vor.

Das Problem bleibt: Nach einer Untersuchung hatte der TÜV eine lange Mängelliste beim passiven Brandschutz präsentiert. Vielfach handelte es sich um Kleinigkeiten, die schnell behoben werden können. Aufwendiger ist eine Neuinstallation der vorgeschriebenen Be- und Entlüftungsanlage. Insgesamt werde mit einer Bauzeit von etwa vier Monaten und Kosten in einem Umfang von 330  000 Euro gerechnet. Für diesen Zeitraum müsste das Colosseum geschlossen werden. Hinzu kämen noch weitere Ausgaben für bauliche Instandsetzungsarbeiten.

Hauptausschuss-Vorsitzender Mark Dethlefs (CDU) gab die Marschrichtung vor: „Wir haben jetzt ein halbes Jahr Zeit darüber zu beraten, ob die Stadt das Colo verkauft oder einen neuen Pächter sucht.“ Offen sei dabei noch, ob der Kreis als Aufsichtsbehörde der Stadt eine Ausnahmegenehmigung bis Ende 2016 erteile. „Ob wir die so bekommen, wissen wir heute noch gar nicht“, so Dethlefs. Schließlich gebe es bei Versammlungsstätten in dieser Größenordnung schärfere Bestimmungen. Ziel der Stadt, das wurde in den Beratungen deutlich, ist es, die notwendigen Arbeiten eng mit der Nutzung des Gebäudes und den Bedürfnissen des Pächters abzustimmen. „Wir haben keinerlei Interesse daran, dem Pächter hier irgendwelche Knüppel zwischen die Beine zu werfen“, betonte Walter Schulz.

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