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Brunsbütteler AUsbildungsmesse : Beteiligung so groß wie nie

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

57 Betriebe wollen Schülern einen Überblick über das breit gefächerte Angebot an möglichen Berufen geben.

Was 2007 Premiere hatte in der Schleusenstadt, hat sich zu einer Großveranstaltung entwickelt: die Brunsbütteler Ausbildungsmesse. An der neunten Ausgabe, die am 11. März von 9 bis 16 Uhr in der Sporthalle am Bildungszentrum stattfindet, wollen so viele Ausbildungsbetriebe teilnehmen wie noch nie. „Das ist ein Rekord“, freut sich Uwe Majewski von der Heider Arbeitsagentur über die Zusage von 57 Ausbildungsbetrieben, die an insgesamt 53 Messeständen über rund 150 verschiedene Ausbildungsberufe informieren wollen.

Die große Beteiligung führt Majewski einerseits auf den demografischen Wandel zurück: Bewerber für den benötigten Berufsnachwuchs in den Betrieben werden weniger. Das sei zwar in Dithmarschen noch nicht so deutlich zu spüren, aber die Firmen wollten rechtzeitig auf Perspektiven aufmerksam machen. Zugleich biete die Messe vermeintlich unattraktiven Berufen ein Forum, Schülern Entwicklungsmöglichkeiten nach erfolgreicher Ausbildung darzustellen.

Hilfe bei der Berufsorientierung werden bei der Ausbildungsmesse in der Regel Azubis geben – Infogespräche auf Augenhöhe seien so möglich, sagt Bürgermeister Stefan Mohrdieck. Der Verwaltungschef ist für die Stadt Mitveranstalter. Und er ist einer von sechs Ausbildungspaten, die an der Organisation des Tages mitwirken.

Mohrdieck sieht die Veranstaltung nicht als Orientierung allein für Schüler. Er nimmt ausdrücklich deren Eltern in die Pflicht: „Sie spielen bei der Entscheidungsfindung eine große Rolle.“ Leider sei jedoch festzustellen, dass sich nur wenige Mütter und Väter mit ihren Kindern auf den Weg zur Berufsmesse machen. Schulen sind in der Regel vormittags dabei. Der Nachmittag biete eine gute Gelegenheit, gemeinsam mit den Eltern mögliche Berufswünsche noch einmal genauer abzuklopfen. Ausbildungspate Walter Schulz bestätigt: „Der Vorteil dieser Messe liegt im Gespräch mit potenziellen Ausbildern.“

Da lassen sich leicht auch Voraussetzungen für bestimmte Berufe in Erfahrung bringen. Jürgen Petersen (Sasol) weiß, dass zunehmend Schulabgänger Probleme bei Einstellungstests haben. Dabei, so Walter Schulz, gehe es für die Betriebe gar nicht vordergründig darum, den Besten zu ermitteln, sondern den für die jeweilige Lehrstelle geeignetsten Bewerber. Letztlich solle durch die richtige Wahl beim Ausbildungsplatz auch der spätere Abbruch vermieden werden. „Die Existenzsicherung beginnt mit der Ausbildung“, betont Uwe Majewski.

Gern hätten die Organisatoren noch mehr Handwerker dabei gehabt. Aber, so Majewski, in der Baubranche seien vielfach kleine Betriebe tätig, die nicht einfach mal jemanden für einen Messetag abstellen könnten. Dafür werde aber die neu gegründete Kreishandwerkerschaft mit einem Stand dabei sein, um Fragen zu den von ihr vertretenen Berufsfeldern zu beantworten.

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erstellt am 27.Feb.2015 | 17:05 Uhr

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