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Norddeutsche Rundschau

12. Dezember 2017 | 06:26 Uhr

Besucher und Musiker rocken Docke

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Geburtsstunde für Selbstmachfestival: Interesse gab es sogar aus Japan und der Ukraine

shz.de von
erstellt am 30.Aug.2015 | 17:34 Uhr

„Wir freuen uns riesig, mit dabei sein zu dürfen, wenn ein legendäres Festival hier in Glückstadt begründet wird“, freuten sich die Musiker von „The Pies“. Die junge Band aus Elmshorn trat als eine der ersten auf der Bühne beim Glückstädter „Rock’n Dock“ auf und genoss ihren Auftritt. Mit rund 200 angemeldeten Gästen war das erste Glückstädter Selbstmachfestival ein voller Erfolg.

Tatsächlich waren es schließlich knapp 150 Besucher, die sich am vergangenen Sonnabend auf der Docke zum „Rock’n Dock“ trafen. „Damit sind wir für das erste Mal sehr zufrieden“, sagt Organisator und Veranstalter Marian Prill. „Eines unserer Ziele ist es, der Docke ein neues Image zu verpassen. In spätestens zwei Jahren soll niemand mehr das Gelände als Fehlplanung ansehen“, erwartet er.

Er hatte im März dieses Jahres die Idee für das Selbstmachfestival und ging per Internet gleich in die Planung. In nur einem halben Jahr stand mit Hilfe des großen Internetpublikums sowohl der Name als auch das Programm für das Festival fest. Jetzt ging es für Prill und sein Team in die heiße Phase. Gelder mussten eingeworben werden, Bühne und Equipment besorgt und vor allem musste ein Publikum her. Über das Internet konnte sich jeder anmelden. „So konnten wir den Überblick über das Festival behalten“, erklärt der Organisator. Bis zum endgültigen Start gab es 218 Anmeldungen.

Überraschend war, dass sich nicht nur Gäste aus ganz Deutschland anmeldeten, sondern sogar einige aus dem Ausland. „Sehr gefreut haben wir uns über eine Anmeldung aus Japan sowie eine aus der Ukraine“, sagt Prill. Einige Kurzentschlossene wurden dann sogar noch am Festivaltag direkt vor Ort in die Liste eingetragen.

Mit dabei auf der Bühne waren Soundstory, The Pies, Boreout Syndrom, Alleinzuzweit, GodLike, Jonny Walker, Sinn & Verstand und als Abschluss Immer. Zwölf Stunden lang spielten die Bands eine ganze Bandbreite von Musik. Hip Hop, Punk, Metall und Rock hatte sich das Publikum gewünscht. Und so war das Selbstmachfestival auch geplant. „Wir beugen uns den Wünschen der Gäste“, erklärt Marian Prill das Konzept. Der 34-Jährige hat noch große Pläne für das Festival. „Dieses Jahr war Probelauf, im nächsten Jahr ist Generalprobe und zum Stadtjubiläum im übernächsten Jahr soll Glückstadt ein Festival haben, wie es hier und im Kreis Steinburg noch keines gegeben hat“, verspricht er. Die Planungen für die nächsten Jahre haben bereits begonnen.

„Wir werden im nächsten Jahr auf alle Fälle einige Highlights dabei haben“, macht er schon mal Appetit. Auf alle Fälle sollen Wigald Boning und Roberto di Gioia dabei sein. Boning hätte in diesem Jahr schon auftreten sollen, musste aber kurzfristig abgesagt werden, weil das Budget der Festivalplaner einfach noch nicht ausreichte. Im nächsten Jahr stehen aber jetzt schon verschiedene Spender und Sponsoren fest, deren finanzielle Unterstützung für die Highlights sorgen sollen. Außerdem wird mit einem Festivalfilm auch in den nächsten Wochen noch weiter nach Sponsoren gesucht. Dieser Film wurde direkt vor Ort vom Publikum gedreht. Jeder konnte mit dem Handy Teile des Festivals aufnehmen und direkt bei der Festivalleitung auf den Computer überspielen.

Über den Namen des Festivals und die Musikrichtungen kann auch im nächsten Jahr wieder per Internet abgestimmt werden.

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