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Besucher bewegten sich kollektiv im Salsa-Rhythmus

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Tanzen zu Harfe und Percussion? Die Folkloreharfe, die der Virtuose Diego Laverde auf kolumbianische Art nahezu wie eine Gitarre kräftig zupft und parallel Bassläufe setzt, nimmt es spielend mit allen üblichen Instrumenten auf. Im kongenialen Zusammenspiel mit Olaf Plotz präsentierte er in der Alten Schule Tänze und Lieder aus seiner Heimat Kolumbien, gemischt mit karibischer und brasilianischer Weltmusik. Da fließen spanische melodiöse und afrikanische rhythmische Klänge zusammen, ergänzt durch Jazzelemente. Das Duo begeisterte das Publikum während der Salsa-Party, die im Rahmen des Kultur-Festivals 25 Wochen rund 100 Besucher aus einem weiten Umfeld nach Wilster zog.

„Die beiden Musiker sind weithin bekannt, da finden sich alle spanisch sprechenden Menschen in der Region schnell zusammen“, erklärten Norman Pullina aus Hademarschen und seine aus Kuba stammende Frau Ildelisa das Treffen einer Gruppen von Latino-Frauen, die mit ihrem südamerikanischen Tanztemperament den ganzen Saal in Stimmung brachten. Das Verblüffende daran: Die Frauen kannten sich zuvor noch nicht, bemerkten aber beim ersten Gespräch auf der Tanzfläche, dass sie aus benachbarten kubanischen Provinzen stammen. Zudem zeigten Mitglieder des Itzehoer Salsa-Clubs, wie sich die Sinnlichkeit in diesem Tanz anders als beim Tango ohne engeren Körperkontakt ausdrückt: Die Partner umkreisen sich in vielen karibischen Tänzen, ohne sich stark zu berühren. Salsa breitet sich seit den 80er Jahren in Deutschland aus, wurde auch in den Tanzschulunterricht aufgenommen und hat in den Städten mittlerweile eine sehr aktive Szene entstehen lassen.

Während bei der Musik aus der Konserve noch die Tanzfiguren dominierten, traten diese bei den beiden Virtuosen doch in den Hintergrund. Diego Laverde aus London und Olaf Plotz aus Vaale treten seit acht Jahren einmal jährlich als Duo auf und zeigen, wie sich im 20. Jahrhundert verschiedenste traditionelle lateinamerikanische Stile mit anderen Musikrichtungen und europäischen Elementen mischen. Das Publikum bewegte sich meist nur noch kollektiv im Salsa-Rhythmus, klatsche, stampfte oder summte das mexikanische Liebeslied Bésame Muchos mit, tanzte den argentinischen Bossa Nova oder lauschte gebannt der kolumbianischen Cumbia-Musik und den Improvisationen, mit denen sich Laverde und Plotz gegenseitig die Soli zuspielten.

>Der NDR hat von dem Abend einen Beitrag gedreht und auch in den am Wochenende in der Alten Schule laufenden Salsa-Workshop hineingeschnuppert. Der Beitrag soll in der Sendung DAS (18.45-19.30 Uhr) am 24. April laufen.



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erstellt am 12.Apr.2015 | 14:07 Uhr

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