400 Jahre Glückstadt : Besuch am Grab des Stadtgründers

Am Sarkophag von König Christian IV. legten Jingkai Shi, Gerhard Blasberg und Rolf Nedebock (von links) Blumen nieder.
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Am Sarkophag von König Christian IV. legten Jingkai Shi, Gerhard Blasberg und Rolf Nedebock (von links) Blumen nieder.

Zur Vorbereitung des 400. Geburtstags der Stadt Glückstadt fuhren Bürgermeister, Stadtmanager und ein Chor nach Kopenhagen und Roskilde.

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22. Juli 2015, 17:00 Uhr

Glückstadt | Rolf Nedebock hat ein Ziel: Der Glückstädter will den 400. Geburtstag der Stadt Glückstadt zu einem besonderen Erlebnis machen. Schon jetzt plant der Vorsitzende des Männerchors „Quartett Lied Hoch“ Großes. Klar ist, dass am 22. März 2017 ein Konzert in der Stadtkirche stattfinden wird. Klar ist auch, dass die Musik toll sein soll. „Wir planen ein hochkarätiges Konzert – ein exklusives, eines, das es so noch nicht gegeben hat.“

Und weil der Stadtgründer ein dänischer König war, werden auch Gäste aus dem Nachbarland kommen. Die stehen sogar schon fest: Es sind die Mitglieder des dänischen Polizeichores aus Kopenhagen. Rolf Nedebock ist mit dem Vorsitzendes des Chores Ansger Villumsen befreundet. Kennengelernt haben sie sich schon in den 80er Jahren, als Nedebock als Kommissar im Hamburger Polizeichor sang. „Seither sind wir befreundet.“ Als die Pläne für das Konzert reiften, rief er den dänischen Freund an und fragte: „Seid ihr immer noch so gut? Das Konzert in Glückstadt soll außergewöhnlich werden.“

Ansger Villumsen wollte, dass sich Nedebock mit eigenen Ohren von der Qualität seines Chores überzeugen kann und lud ihn nach Kopenhagen ein. Und Nedebock brachte nicht nur seinen Chor mit, sondern auch Bürgermeister Gerhard Blasberg und Stadtmanager Jingkai Shi. Mit dabei waren zudem auch Sänger aus Krempe und Kollmar. „Wie Staatsgäste haben wir uns gefühlt“, sagt Nedebock. „Es haben sich alle so toll um uns gekümmert, um uns den Besuch unvergesslich zu machen.“

Bürgermeister Gerhard Blasberg und Stadtmanager Jingkai Shi knüpften ihrerseits erste Kontakte zur dänischen Hauptstadt. Auf ihrem Programm standen unter anderem auch der Besuch des Grabs vom Glückstädter Stadtgründer Christian IV.. Auf dessen Sarkophag im Dom von Roskilde legten sie Blumen nieder. Und sie hatten ein Gespräch mit dem Kopenhagener Dezernenten für das Ressorts Kultur.

Allein die Fahrt zum Rathaus, wo der Empfang durch den Bürgermeister im historischen Ratssaal stattfand, war für die Deutschen ein Erlebnis. „Vor dem Hotel wartete eine Polizeieskorte auf uns, die uns den ganzen Weg begleitet hat“, schwärmt Nedebock. Auch in den Polizeipräsidien von Kopenhagen und Roskilde wurden die Glückstädter Sänger empfangen.

Unter anderem gaben die Sänger zwei große Konzerte. Nicht nur 2017 soll der Gegenbesuch kommen, sondern schon in diesem Jahr am 15. November. Dann wird der Polizeichor aus Kopenhagen ab 17 Uhr in der Stadtkirche auch dem Glückstädter Publikum sein Können schon einmal unter Beweis stellen. „Der Kopenhagener Polizeichor ist mit 18 Sängern relativ klein, aber alle haben gute, präsente Stimmen“, sagt Nedebock. Auch Bürgermeister Gerhard Blasberg war begeistert: „Es wird ein hochkarätiges Konzert werden.“ Die künstlerische Leitung wird Jürgen Luhn von den Hamburger Alsterspatzen haben.



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