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Norddeutsche Rundschau

21. August 2017 | 01:31 Uhr

„Bestmögliche Lösung“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Es habe seitens der Verwaltung schon früh sehr intensive Bemühungen gegeben, einen Kooperationspartner zu finden, betont Andreas Arndt, Leiter des Amtes für Bildung. Da die Gemeinschaftsschule am Lehmwohld sowie die Wolfgang-Borchert-Schule (WBS) bereits Außenstellen haben, bliebe nur die Klosterhofschule. Wegen der geringen Zahlen sei jedoch klar gewesen, dass die Schüler maximal bis Klasse 6 an der Außenstelle bleiben können, danach müssten sie wegen der Wahlpflichtkurse an die Mutterschule. Doch die Klosterhofschule sei dafür „baulich nicht in der Lage“. Pendeln sei teuer. An der WBS sind es jährlich knapp 50 000 Euro. Dazu kommt, dass am Lübscher Kamp nach dem Beatenberger Modell unterrichtet wird. „Eine Rückfrage beim Ministerium hat ergeben: Es darf an einer Schule nur ein pädagogisches Konzept geben.“ Und: Es seien von der Schule Lübscher Kamp selbst keinerlei Anregungen zu Kooperationen gekommen. Sein Eindruck: „Man hat mehr darauf gehofft, eigenständig zu bleiben.“

Auch für Schulrat Arnold Rehder ist es „nicht sinnvoll“, die Schule als Außenstelle zu halten. Es gebe kreisweit deutlich weniger Anmeldungen als erwartet, an der WBS blieben wohl zwei Räume frei. „Warum tut es Not, eine Außenstelle zu halten, wenn wir woanders Platz haben?“ Itzehoe sei mit drei Gemeinschaftsschul-Standorten gut bedient – auch wenn die nicht perfekt verteilt seien.

Der Kern der Lösung sei: „Wir wollen alle mitnehmen: Eltern, Schüler, Schulleitung und Schulträger.“ Dazu gehöre auch, den Elternwillen zu berücksichtigen. Alle, die ihre Kinder bisher am Lübscher Kamp angemeldet haben, können sie dorthin gehen lassen – wenigstens bis zur 6. Klasse. Deshalb könne man auch nicht Kinder aus der Klosterhofschule gegen den Willen nach Wellenkamp schicken: „Wir müssen auch dort den Elternwillen respektieren.“ Der gefundene Weg sei der bestmögliche, betont Rehder. Beim Elternabend der 5. Klasse habe er das vermittelt. „Es lief bombastisch.“

Hinsichtlich der Grundschule Wellenkamp verweist Andreas Arndt auf einen Brief der Schulleitung aus dem November 2012. Darin wird sowohl eine inhaltliche als auch eine räumliche Kooperation „mit größter Skepsis“ gesehen. Es wird unter anderem befürchtet, dass „der Ruf der Grundschule erheblich leidet“. Eltern äußerten sich „empört, dass das den Grundschülern zugemutet werden soll“. Schulleiterin Waltraud Arbeiter sagte jetzt auf Nachfrage, dass nach wie vor eine inhaltliche Verbindung als nicht möglich angesehen werde. Doch gegen die Nutzung von Räumen spreche nichts.

Sowohl Arndt als auch Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen verhandelten mit der Waldorfschule wegen des Chemieraums. „Ab 10.30 Uhr könnte er genutzt werden“, erklärt Arndt. „Das sahen wir als nicht so problematisch an.“

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erstellt am 30.Mai.2014 | 01:00 Uhr

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