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Breitenburger Milchzentrale : Bestes Ergebnis der Firmengeschichte

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Breitenburger Milchzentrale blickt auf ein Rekordjahr: Der Reingewinn stieg auf rund drei Millionen Euro, das Eigenkapital wurde auf 13 Millionen Euro erhöht.

„2013 war für die Breitenburger Milchzentrale und ihre Mitglieder ein außergewöhnlich gutes Milchwirtschaftsjahr.“ In seiner letzten Mitgliederversammlung legte Vorstandschef Hans-Heinrich Witt, Hohenfelde, am Dienstagabend im Colosseum Wilster die beste Jahresbilanz in der Geschichte des Unternehmens vor. Mit dem Reingewinn von drei Millionen Euro stärkte die Breitenburger ihr Eigenkapital auf knapp 13 Millionen Euro. In der Milchauszahlung konnten die Lieferanten im Jahresdurchschnitt einen Erlös von 38,75 Cent pro Kilogramm erzielen, im Durchschnitt der letzten zwölf Monate sogar mehr als 40 Cent. „Die Breitenburger Milchzentrale nimmt damit die Spitzenposition im Land ein und gehört bundesweit zur Spitzengruppe“, lobte Abteilungsleiter Thomas Knocks vom Norddeutschen Genossenschaftsverband.

160 Mitglieder und zahlreiche Gäste, die vom Aufsichtsratsvorsitzenden Raimer Holst, Westermoor, begrüßt wurde, verfolgten mit Interesse das vorgelegte Zahlenwerk. In die Modernisierung des Unternehmens und die Verbesserung der Produktion hat die BMZ in den letzten Jahren mehr als 13,5 Millionen Euro investiert. Im Juni soll das neue Salzbad in Betrieb genommen werden, das allein fünf Millionen Euro verschlungen hat. Damit soll die Käseproduktion schrittweise von jetzt 12.500 auf 25.000 Tonnen im Jahr verdoppelt werden. Die volle Kapazität wird vermutlich 2016 erreicht sein, wenn noch weitere zwei Millionen Euro in neue Käsefertiger und die maschinelle Ausrüstung investiert sein werden.

„Die Investitionen sind ein wichtiger Garand für die Entwicklung der Genossenschaft“, versicherte Hans-Heinrich Witt. Hochachtung zollte er der gesamten BMZ-Mannschaft, die trotz der Einschränkungen in der mehrjährigen Bauphase das großartige Geschäftsergebnis möglich gemacht und immer hochwertige Qualitätserzeugnisse produziert hätten. Gut von Holstein für die gesamte Vermarktung von Butter und von 75 Prozent des in Itzehoe produzierten Käses sowie die Milchtrocknung Südhannover und die dänisch-schwedische Arla Foods beim Export von Milchpulver seien für die Breitenburger Milchzentrale wichtige Partner. „Große Mengen unserer Molke geht als Pulver über die Arla nach China“, betonte Witt.

„Unsere Käserei läuft auf Volllast“, gab Geschäftsführer Matthias Bock zu bedenken. Wöchentlich würden 240 Tonnen Milch zu Käse verarbeitet. Das neue Salzbad als größte Baustelle der letzten Monate sei eine Grundvoraussetzung für die Produktionserweiterung. Um diese zu erreichen, brauche die BMZ mehr Milch. Erfreulich sei deshalb, dass sich die Anlieferung im März um 10 und im April um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat erhöht habe.

Matthias Bock und dessen Stellvertreterin Angela Gloyer erläuterten die Zahlen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung. Hinter den Personalkosten von 4,6 Millionen Euro für die hundert Mitarbeiter sind die Energiekosten die nächstgrößere Ausgabenposition. Hier verstärkt das Unternehmen seine Bemühungen um mehr Energieeffizienz.

512 Mitglieder – 24 mehr als im Vorjahr – haben im vergangenen Jahr 225.400 Tonnen Mich angeliefert. Davon flossen 125.000 Tonnen in die Käse- und 2700 Tonnen in die Butterproduktion. Außerdem gingen 12.200 Tonnen in den übrigen Rohstoffversand, während 85.600 Tonnen zu Magermilchkonzentrat verarbeitet wurden. Die Umsatzerlöse verbesserten sich auf 103 Millionen Euro gegenüber 80,5 Millionen Euro im Vorjahr. Die positiven Zahlen führten zu einer Ausweitung der Bilanzsumme von 24 auf 31,7 Millionen Euro.

Als Sprecher des Genossenschaftsverbandes würdigte auch Thomas Knocks das sehr gute Ergebnis. Er könne die ausgewiesenen Zahlen uneingeschränkt bestätigten. „Vermögens- und Ertragslage sind geordnet“, sagte Knocks. Die Mitglieder genehmigten den Jahresabschluss ohne Gegenstimme und erteilten Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig die von Kurt Ahmling, Landrecht, beantragte Entlastung. Die Versammlung folgte dem Vorschlag des Vorstandes, aus dem Jahresgewinn 1,5 Millionen Euro auf neue Rechnung vorzutragen und jeweils 750.000 Euro in die gesetzliche sowie in andere Ergebnisrücklagen einzustellen.

Nach kurzer Aussprache nahmen die Mitglieder eine neue Milchlieferungsordnung an, die am 1. Juli in Kraft treten soll. „Damit werden überwiegend gesetzliche Bestimmungen berücksichtigt“, betonte Raimer Holst als Vorsitzender des Aufsichtsrates. Unter anderem wird vorgeschrieben, dass die Milch bei Abholung ab Hof maximal zehn Grad warm sein muss. „Die Kühlkette muss gewahrt bleiben“, appellierte Holst an die Lieferanten. Für die neue Milchlieferungsordnung wurde die 75-prozentige Stimmenmehrheit deutlich übertroffen. Es gab nur fünf Gegenstimmen und zwei Enthaltungen.

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