Umfrage : Bessere Straßen und einen Baumarkt

Demonstration für einen Radweg zwischen Herzhorn und Sommerland im November:  Mehr und bessere Radwege stehen auf der Wunschliste vieler Befragter.
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Demonstration für einen Radweg zwischen Herzhorn und Sommerland im November: Mehr und bessere Radwege stehen auf der Wunschliste vieler Befragter.

Was wünschen sich die Bürgerinnen und Bürger 2015 von und für ihre Gemeinden?

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03. Januar 2015, 08:10 Uhr

Was könnte im neuen Jahr besser gemacht werden? Die Glückstädter Fortuna hat nachgefragt in Glückstadt und den Umlandgemeinden und eine Reihe von vielschichtigen Antworten mit interessanten Denkanstößen bekommen. Lesen Sie heute den zweiten Teil unserer Neujahrsumfrage.


Bessere Spielplätze


Nicole Göttsche (42), Zahntechnikerin aus Glückstadt:

„Mehr Stabilität und den Erhalt der örtlichen Geschäftsstrukturen wünsche ich der Stadt und den Einwohnern. Es stehen zu viele Läden leer. Auch die Parkmöglichkeiten sind für mich unbefriedigend. Besser machen könnte die Stadt sicher das Angebot an Spielplätzen. Richtig tolle Plätze, an denen sich die Kinder austoben können, gibt es zu wenige und uninteressante – Beispiel Docke.“


Mehr Bürgernähe


Thies Witt (66), Rentner aus Glückstadt:

„Eine Reduzierung der Schuldenlast und den Zuzug weiterer Gewerbebetriebe wünsche ich der Stadt. Im Gegenzug würde mich als Segler der Ausbau des Binnenhafens freuen. Mehr Bürgernähe und unbürokratischere Verwaltung gehören auch mit auf diesen Zettel. Besser machen könnte die Stadt die Uferbefestigung am Storchenfleth. Dort sacken die Fußwege durch nachlassende Uferbefestigung fast in den Fleth.“


Mehr junge Familien


Klaus Gremnitz (70), Pensionär aus Herzhorn-Gehlensiel:

„Vor dem Hintergrund der Edathy-Affäre wünsche ich mir mehr Ehrlichkeit in der Politik. Für unsere Gemeinde wünsche ich mir, dass mehr junge Familien aufs Land ziehen. Ich finde es gut, wie in Herzhorn und Sommerland für den Ausbau des Radweges nach Dückermühle gekämpft wird und ich freue mich über die Initiative für ein seniorengerechtes Wohnangebot in Herzhorn.“


Übersichtliche Verkehrsführung


Kai Kruppa (27), Ingenieur aus Glückstadt:

„Von der Stadt würde ich mir wünschen, dass die Verkehrsregelung in Nord durchschaubarer wird. Ständig verfahre ich mich dort, obwohl ich ortskundig bin. Ein Lob dagegen den Radwegen. Vor allem denen entlang der Elbe: gut ausgebaut, gut befahrbar. Super wären jetzt noch schöne Rad-Rastplätze mit Blick auf die Elbe, mit Bank und Tisch und vielleicht sogar mit einer Grillstation.“


Attraktivere Stadt


Birgit Ladendorf (49), Pädagogin aus Glückstadt:

„Ich wünsche der Stadt, dass sie es schafft, das Ruder dahin zu drehen, dass sie in der Zukunft attraktiver werden kann. Der Wohnwert sollte gesteigert werden, um mehr Zuzug zu ermöglichen. Besser machen – oder ich wünsche es mir – könnte die Stadt natürlich die Beseitigung der zahlreichen Schlaglöcher auf den Straßen und sie sollte für mehr Sauberkeit auf den öffentlichen Flächen sorgen.“


Intaktes Dorfleben


Ingrid Janus (63), Apothekerin aus Herzhorn:

„Ich wünsche mir, dass unser Dorf so bleibt, wie es ist - mit allen seinen Angeboten der Nahversorgung und seinem intakten Dorfleben. Für meine Apotheke wünsche ich mir einen angestellten Apotheker, damit ich etwas kürzer treten kann. Ich bin bereits auf der Suche, aber es gibt im Land zirka 80 unbesetzte Stellen.“


Zentral gelegener Einkaufspark


Uwe Knickrehm (74), Pensionär aus Glückstadt:

„Einen Einkaufspark mit mehreren Läden und Discountern auf dem Berendsen-Gelände würde ich wünschen. Dort ist alles zentral gelegen und leicht erreichbar. Dafür wünsche ich der Stadt endlich eine Entscheidung. Und – ganz wichtig – es muss sich unbedingt ein Baumarkt ansiedeln. Besser machen könnte die Stadt die Parksituation in den Außenbereichen und Seitenstraßen.“


Kleines Stadtkino


Hjördis Möller (19), Abiturientin aus Glückstadt:

„Ich würde mir von der Stadt wünschen, wieder ein kleines Stadtkino zu bekommen. Die Wege nach Elmshorn oder Itzehoe kosten viel Geld. Außerdem wäre für mich wichtig, das Jugendzentrum mit Kursen und Aktivitäten für jüngere Menschen aufzuwerten. Als Drittes wäre für mich die Überlegung zu einer Eventhalle – vielleicht auf dem alten Eisenbahngelände – wichtig. Die Stadt könnte mit solchen Maßnahmen versuchen, junge Menschen hier zu binden. Die Abwanderung Jüngerer an attraktivere Standorte sollte durchaus zu denken geben.“


Mehr Flair am Hafen


Ties Tießen (59), Feuerwehrbeamter aus Glückstadt:

„Wirtschaftliche Stabilität und mehr abwechslungsreiche Attraktivität im Geschäftsleben wünsche ich der Stadt. Von der Stadt wünsche ich mir, dass das gute Niveau der Zusammenarbeit mit der Feuerwehr erhalten bleibt. Was könnte die Stadt besser machen? Meiner Meinung nach sollte die Hafenzeile mit noch mehr Flair ausgestattet werden, um den Tourismusgedanken zu fördern.“


Vielfältiges Vereinsleben


Melanie Matthiessen (39), Fleischereifachverkäuferin aus Kollmar:

„Wir sind noch das einzige Ladengeschäft im Ort. Ich wünsche mir, dass uns unsere Kunden die Treue halten, damit wir auch weiterhin existieren können. Ich hoffe auch, dass unser vielfältiges Vereinsleben in der Gemeinde erhalten bleibt. Die Aktivitäten am Hafen finde ich gut. Im Sommer ist hier viel los, aber die vielen Motorradfahrer sollten in der Dorfstraße bitte nicht so schnell und so laut fahren.“


Bessere Wirtschaftswege


Harm Thormählen (69), Pferdezüchter aus Kollmar-Langenhals:

„Die Marsch und die Elbe sind für mich Heimat. Diese besondere Atmosphäre strahlt auch auf meine Pferdekunden aus, wenn ich mit ihnen an den Hafen fahre. Ich wünsche mir, dass die Gastronomie in Kollmar einen gehobenen Anspruch behält und dass einige Wirtschaftswege der Gemeinde besser ausgebaut oder zumindest repariert werden. In der Pferdezucht haben wir seit einigen Jahren eine Überproduktion, die dazu geführt hat, dass sich die Preise im mittleren Segment fast halbiert haben. Ich hoffe auf eine Markterholung, um kostendeckend produzieren zu können.“


Endlich ein Baumarkt


Christian Timm (24), Papiertechnologe aus Glückstadt:

„Meiner Meinung nach wird zu viel Geld für wenig versprechende Unternehmungen rausgeworfen. Ich wünsche mir mehr Bedacht. Von der Stadt wünsche ich mir, dass endlich die Wege für einen Baumarkt geöffnet werden. Besser machen könnte die Stadt vielleicht die Koordination der Baustellen. Hier eine Straße, dort eine Straße. Es fehlt mir der rote Faden.“






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