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Norddeutsche Rundschau

22. Oktober 2017 | 05:28 Uhr

Kampf um schule : Besser als ihr Ruf

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Neuer Schulausschuss geht für Erhalt der Schenefelder Schule in die Offensive. Das Gremium sieht viel Potenzial und strebt eine Zweizügigkeit an.

von
erstellt am 23.Sep.2013 | 10:34 Uhr

Die Zukunft des Schulstandorts Schenefeld stand im Mittelpunkt der Sitzung des neu aufgestellten Schulausschusses. „Die Lage an unserer Schule ist viel, viel besser, als es so mancher fahrlässig in der Öffentlichkeit herbeireden möchte“, lautete das Urteil des Vorsitzenden Johann Hansen. „Die Schenefelder Schule“, so Hansen weiter, „hat sich sehr früh für die Gemeinschaftsschule entschieden (Beginn 2008) und hatte dann die besondere Herausforderung zu meistern, parallel zur gerade eingeführten Wahlfreiheit für eine Schule, diese zunächst ungeliebte Schulart einzuführen.“ Da sei die Flucht in eine gewohnte Schulstruktur, wie es die Regionalschulen mit Beibehaltung von Haupt- und Realschulteil boten, für viele der scheinbar bessere Weg gewesen.

„Das“, so betonte der neue Vorsitzende, „ist aber nun vorbei.“ Mit dem Schuljahr 2014/2015 müssen alle Regionalschulen auch den Wechsel zur Gemeinschaftsschule vollziehen, „und das haben wir bereits hervorragend beendet.“ Man habe die Geburtswehen weit hinter sich gelassen und verfüge über ein deutlich verjüngtes und sowohl qualifiziertes als auch engagiertes Lehrerkollegium, das nach Aussagen der jetzigen fünften und sechsten Klassen das System „Gemeinschaftsschule“ ganz hervorragend meistert. „Dazu kommt eine weit überdurchschnittliche Infrastruktur und Ausrüstung der Schule bis hin zum Mensa-Betrieb und zur Offenen Ganztagsschule“, stellte Hansen fest. „Kindergarten und die bereits jetzt in Betrieb genommene neue Krippe mit der Möglichkeit einer späteren Anbindung an eine Betreute Grundschule sind“ , so Hansen wörtlich, „eine Goldrandlösung mit Brillanten.“ Das dürfe man auf keinen Fall kampflos aufgeben.

Fakt sei, dass in diesem Schuljahr nur einzügig in die fünfte Klasse eingeschult werden konnte. Nach Hansens Meinung sei hier aber ein noch sehr deutliches Potential für die erforderliche Zweizügigkeit vorhanden.

Ferner gebe es ganz klare Anzeichen seitens der Landesregierung, insbesondere bezüglich der Mindestgrößenverordnung, einen großen Schritt auf die Gemeinschaftsschulen zuzugehen.

„Wir werden am 4. November alle betroffenen und interessierten Bürger des gesamten Amtsbereiches zu einer großen Informationsveranstaltung in die Schule nach Schenefeld einladen und an diesem Abend noch einmal die Gesamtlage umfassend vorstellen und einen klaren Weg zum Fortbestand der Sekundarstufe I aufzeigen.“ Johann Hansen unterstrich: „Der kommunal-ländliche Raum darf Bildung ab der fünften Klasse nicht widerstandslos den Großschulen der Kreisstädte überlassen. Wir sind es unseren Kindern schuldig, ihnen eine dem Wohnort nahe schulische Ausbildung, zumindest bis in das mittlere Bildungsniveau, anzubieten. Dieses können wir nur mit den Eltern und den Schülern gemeinsam schaffen.“

Zum Auftakt der Sitzung hatte Amtsvorsteher Dirk Michels die Mitglieder des neuen Gremiums begrüßt. Neben Johann Hansen (CDU) als Ausschussvorsitzendem steht Gerhard Boll (SPD) als stellvertretender Vorsitzender an der Spitze. Beide wurden jeweils einstimmig gewählt. Weitere Mitglieder sind Hanno Bräuer, Bürgermeister von Aasbüttel, und Wolfgang Knop, Bürgermeister von Warringholz.

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