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Norddeutsche Rundschau

16. Dezember 2017 | 08:38 Uhr

SPD-Ortsverein : Besonders engagierte Genossinnen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Brunsbütteler Sozialdemokraten ehren langjährige Mitglieder. Vorsitzender André Mewes kritisiert Bürgerentscheid zur Regionalschule als „Flucht aus der Verantwortung“.

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erstellt am 18.Feb.2014 | 17:00 Uhr

Als „starke Frauen unseres SPD-Ortsvereins“ hat Brunsbüttels SPD-Vorsitzender André Mewes drei Mitglieder geehrt, die der SPD schon seit mehreren Jahrzehnten die Treue gehalten haben und sich darüber hinaus in erheblichem Maße in der Partei engagieren. Mit Blumen, Präsenten und Urkunden ehrte er im Rahmen eines Kaffeenachmittags im Clubraum des LUV-Bistros Anke Schäfer für über 25-, Marita Teschner für über 30- und Ellen Paschke für über 40-jährige Mitgliedschaft in der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands.

In Abwesenheit wurden auch Wilhelm Malerius, Uta Nordmann, Anni Peters, Klaus Newe und Marion Schwardt für 30-jährige Parteizugehörigkeit geehrt. Die Ehrung nahm André Mewes gemeinsam mit seinem Stellvertreter Bernd Wutkowski, Schatzmeister Gerd Engel und Schriftführerin Eva Fritz vor.

Anke Schäfer war 1987 Mitglied der SPD geworden, kam 2004 nach Brunsbüttel und sei, so Mewes, als stellvertretende Orts- und Kreisvorsitzende eine starke Stütze der Partei.

Marita Teschner ist schon seit März 1983 dabei. Sie wurde 1986 bürgerliches Mitglied im Ortsbeirat Westerbüttel, dem sie 27 Jahre lang angehörte. Zunächst Beisitzerin im Ortsvorstand, wurde sie 1994 stellvertretende Vorsitzende des Ortsvereins und rückte 1996 in die Ratsversammlung nach, der sie bis 2008 angehörte. In den letzten fünf Jahren war sie als bürgerliches Mitglied im Sozialausschuss tätig. Besonders hob Laudatorin Eva Fritz ihr Engagement als AsF-Vorsitzende (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen) hervor, für die sie Vortragsveranstaltungen und Aktionen wie Kinderfeste, Flohmärkte, Weltkindertag und Internationaler Frauentag organisierte. Mit den monatlichen Treffen von Frauen aus unterschiedlichen Kulturkreisen („Das läuft bombig!“) trage Marita Teschner einen wichtigen Teil zur Integration in Brunsbüttel bei, lobte Eva Fritz. „Sie ist eine zentrale Integrationsfigur, immer hilfsbereit, zuverlässig, liebenswert und einfach nicht zu ersetzen“.

Schon 1963 trat Ellen Paschke in die Gewerkschaft ÖTV ein und stieß 1972 zur SPD. Nach einer beruflichen Karriere innerhalb der Gewerkschaft war sie zehn Jahre lang von 2003 bis 2013 Mitglied des Ver.di-Bundesvorstandes, um gemeinsam mit ihrem Chef Frank Bsirske auch als Co-Autorin des Buches „Streiks in Gottes Häusern“ erfolgreich zu sein. Für die SPD war sie über viele Jahre in der Brunsbütteler Ratsversammlung und im Dithmarscher Kreistag aktiv.

Den geselligen Nachmittag mit den Jubilarinnen nutzte André Mewes dazu, Mitglieder für die sieben Wahlvorstände im Stadtgebiet bei der Europawahl am 25. Mai einzuwerben. Johannes Wöllfert gab zu bedenken, dass an diesem Tag möglicherweise auch ein Bürgerentscheid stattfinde. In diesem Zusammenhang wies André Mewes auf die Beschlusslage der Brunsbütteler SPD für einen Neubau der Regionalschule hin. „Wir haben dafür einen klaren Wählerauftrag mit 39,3 Prozent der Stimmen erhalten“, unterstrich der Vorsitzende und versprach: „Wir werden dieses Projekt auch auf die Schiene bringen.“ Einen Bürgerentscheid zu diesem Thema kritisierte er als „Flucht aus der Verantwortung“.

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