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Norddeutsche Rundschau

21. Oktober 2017 | 01:50 Uhr

Bescherung für Flüchtlinge

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Brunsbütteler Gymnasiasten sammeln Spielzeug und Kuscheltiere für Asylbewerberkinder in der Albersdorfer Aufnahmestelle

von
erstellt am 28.Nov.2015 | 00:32 Uhr

Gutes tun in der Vorweihnachtszeit – das hat am Brunsbütteler Gymnasium Tradition. In der Vergangenheit sorgten die Schüler dafür, dass Kinder aus sozial schlecht gestellten Familien kleine Überraschungen bekamen. In diesem Jahr rückt für die Gymnasiasten das Thema Flüchtlinge in den Mittelpunkt. Sie sammeln Geschenke, die dann in der Albersdorfer Aufnahmestelle an Kinder von Asylbewerbern verteilt werden sollen.

„Wir haben gedacht, es wäre eine gute Idee, wenn sie etwas zu Weihnachten bekommen könnten“, sagt Moritz Haß. Der Zehntklässler gehört der Schülervertretung des Gymnasiums an. Flüchtlinge seien auch in der Schule immer wieder ein Thema, erzählt er. „Wir wollen ein bisschen Solidarität zeigen und deutlich machen, dass diese Menschen willkommen sind.“ Dass von den Flüchtlingen nicht alle etwas mit Weihnachten anfangen können, ist ihm und seinen Mitstreitern bewusst. Dennoch ist er überzeugt, den Kindern, denen auf ihrer Flucht vielfach nur noch ihre Kleidung geblieben ist, mit einer kleinen Aufmerksamkeit etwas Freude bereiten zu können.

Der Anstoß zu der Aktion, die sich diesmal nicht an Brunsbütteler Kinder richtet, kam von Anna Marowski. Die Schülerin aus dem 13. Jahrgang ist Vizepräsidentin des Leo-Club Aurvandill Dithmarschen, einer 2013 gegründeten Jugendorganisation des Lions Club. Die Mitglieder haben sich der Unterstützung von hilfsbedürftigen Menschen verschrieben. Die Zahl der nach Dithmarschen gekommenen Flüchtlinge sei enorm groß geworden, da sei es wichtig, für diese Menschen etwas zu tun, macht Anna Marowski deutlich.

So wird jetzt am Gymnasium fleißig für die Aktion „Weihnachtsgeflüster“ gesammelt, was Flüchtlingskindern gefallen könnte: Spiele, Kuscheltiere, Bilderbücher oder Malbücher samt Stiften. Kleidung, Hygieneartikel und Lebensmittel werden ausdrücklich nicht gesammelt. Wer von außerhalb des Gymnasiums etwas dazu beitragen wolle, sagt Moritz Haß, könne dies gern während der Schulzeit tun. Die Spenden werden von den Schülern eingepackt und auf den Weg nach Albersdorf gebracht.

Ihren Teil dazu beitragen wollen Stephanie van der Loo und Jacqueline Wieckhorst. Die beiden Zwölftklässlerinnen haben 36 Mitschüler um sich geschart, mit denen sie ab morgen durch Brunsbüttel ziehen und an Haustüren klingeln. Wer ihnen öffnet wird um eine Spende gegebeten. Zum Dank singen die Schüler Weihnachtslieder oder sagen Weihnachtsgedichte auf. Natürlich haben sie einen Nachweis der Schulleitung dabei, dass sie sammeln dürfen, Spenden werden in Listen eingetragen und per Unterschrift bestätigt. Ein Teil der Einnahmen soll dem „Weihnachtsgeflüster“ zufließen, der andere Teil ist für die Abi-Feier der heutigen Zwölftklässler bestimmt. Die hätten sonst von den Einnahmen des Weihnachtsbasars profitiert. Doch der findet in diesem Jahr nicht statt.

Bei der Schulleitung liefen die Schüler mit ihren Ideen offene Türen ein. Der stellvertretende Schulleiter Frank Goede freut sich über so viel Engagement für Flüchtlinge. „Dass die Schüler einen kleinen Beitrag leisten wollen, ist eine ganz tolle Sache“, lobt er. Das passe gut zum „sozialen Gedanken unserer Schule“.

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