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Berufung verworfen – Serientäter bleibt in Haft

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

20 Monate Freiheitsstrafe ohne Bewährung – so lautete im Januar am Amtsgericht das Urteil gegen einen 24-jährigen Itzehoer. Und dabei bleibt es auch. Das Landgericht hat die Berufung verworfen. Der drogenkranke Serienstraftäter war bereits siebenfach vorbestraft und stand unter Bewährung, als er die Einbrüche im September 2013 beging.

Mit dem rechtskräftigen Urteil könnten nun sogar weitere sechs Monate hinzukommen, weil der Widerruf der seinerzeitigen Bewährung droht. Zudem erwartet den Mann ein weiteres Strafverfahren. Auch da lautet der Tatvorwurf Einbruch, begangen im Mai 2013.

Trotz alledem könnte der Itzehoer, der seit acht Monaten in Untersuchungshaft sitzt, bald wieder auf freiem Fuß sein. Denn er will weg von den Drogen und eine Therapie machen. Sobald er diese erfolgreich absolviert hat, würde der Strafrest zur Bewährung ausgesetzt.

Beruflich strebt der 24-Jährige, der die Hauptschule absolviert hat, aber keine Berufsausbildung besitzt, einen Hilfsjob an. Mit den Drogen in Kontakt und dem Gesetz in Konflikt steht der Itzehoer seit seinem 16 Lebensjahr. Damals steckte man ihn in eine Jugendhilfeeinrichtung. Um seine Drogen finanzieren zu können, begeht der Mann seitdem bevorzugt Einbrüche. Aber auch Raub, Körperverletzung, bewaffneten Diebstahl und Hehlerei hat er auf dem Kerbholz. Bei den Taten, um die es im aktuellen Verfahren ging, war er zusammen mit einem Komplizen in einen Itzehoer Kindergarten und zwei Wochen später in zwei Wohnungen eines Itzehoers Mietshauses eingebrochen. Die Beute bestand in beiden Fällen größtenteils aus Unterhaltungselektronik – alles, was sich schnell zu Geld machen lässt.

Die Berufung eingelegt hatte sein Anwalt Christoph Heer aus Elmshorn. Er wollte das Kuddelmuddel aus Bewährung und noch offenem Verfahren bereinigen. Dazu beantragte Heer die Einstellung des noch offenen Verfahrens mit Blick auf die bereits vorhandenen Strafen. Doch die Staatsanwältin sagte dazu Nein.

So konnte Heer lediglich zivilrechtliche Ansprüche abwehren. Die hatte der Eigentümer des Mietshauses gestellt, denn bei den Einbrüchen waren zwei Türen beschädigt worden, Schaden: rund 1200 Euro. Heer bestritt, dass sein Mandant die Türen beschädigt habe und forderte Aufklärung, zumal der Antragsteller nicht erschienen war.

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