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Berufsmesse: Durchblick in der Ausbildungsvielfalt

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erstellt am 23.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Brunsbüttel | Schulabgänger haben die Qual der Wahl: Insgesamt 345 anerkannte Ausbildungsberufe gibt es derzeit in Deutschland. Aus der Anzahl der Möglichkeiten den Beruf zu finden, der sowohl den persönlichen Interessen als auch den Fähigkeiten des Einzelnen entspricht, ist nicht immer ganz einfach. Eine kleine Stütze bei der Suche nach dem Traumjob ist für Schüler der 7. bis 9. Klassen die jährliche Brunsbütteler Ausbildungsmesse. Das siebte Jahr in folge lud die Stadt gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit nicht nur die Schüler und deren Eltern aus der Schleusenstadt, sondern auch aus Marne, St. Michaelisdonn und Burg sowie sämtliche Betriebe und Unternehmen zur Teilnahme ein. An 42 Informationsständen beteiligter Firmen konnten sich die Besucher in der Sporthalle am Bildungszentrum über 80 unterschiedliche Ausbildungsberufe informieren.

Diese reichten vom Sozialversicherungsfachangestellten, Chemielaboranten, Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen bis hin zu einer beruflichen Laufbahn bei Polizei, Zoll, Bundeswehr oder im Gesundheitswesen.

"Ich habe genau den Ausbildungsberuf gefunden, den ich gesucht habe", erzählte Carina Schwark. Die 21 Jahre alte Marnerin steht kurz vor dem Abschluss ihrer Ausbildung zur Industriekauffrau bei dem Brunsbütteler Bitumenwerk Total. Gemeinsam mit dem 16-jährigen, angehenden Chemikanten Bennet Ruge aus Eggstedt und der künftigen Bau stoffprüferin Melanie Kurtzius (18) aus Burg stellte sich Carina Schwark den unterschiedlichsten Fragen der Schüler. Dabei gaben sie nicht nur allgemeine Informationen weiter, sondern lieferten den Mädchen und Jungen ganz persönliche Erfahrungsberichte.

"Sobald ich meinen Realschulabschluss habe, möchte ich eine Ausbildung zur Bürokauffrau machen", so Jessica Schlüter. Die 22-jährige Brunsbüttelerin, die derzeit ihren Mittlere Reife am Regionalen Bildungszentrum in Itzehoe nachholt, kam mit hohen Erwartungen zur Ausbildungsmesse. "Ich hoffe, dass ich ein paar Kontakte knüpfen und vielleicht die eine oder andere Praktikumsstelle für die Ferien bekomme, um zu zeigen, was ich kann", sagte sie. Diesen Wunsch hatte auch Jan Wilstermann aus Wilster. Der 16 Jahre alte Schüler strebt zunächst eine Ausbildung zum Bank- oder Versicherungskaufmann an und möchte sich anschließend noch weiterbilden. Die Stände der Banken und Versicherungen waren somit seine vorrangigen Anlaufziele bei der Berufsmesse.

Gut vorbereitet besuchten Maruscha Behrens (15), Jennifer Stamm (16) und Chantal Paulsen (13) die Veranstaltung. Im Rahmen des Schulunterrichts hatten sich die Achtklässler der Gemeinschaftsschule St. Michaelisdonn mit der Messe auseinandergesetzt. Ausgestattet mit Stift und einem Fragenkatalog gingen die Schülerinnen zielstrebig los, um Antworten zu erhalten.

Mit dem Hinweis auf die Arbeitslosenquote von 5,1 Prozent bei Menschen mit einer Ausbildung und 20 Prozent ohne Berufsausbildung hob die Leiterin der Agentur für Arbeit in Heide die Bedeutung einer Berufsausbildung hervor. Die Chancen einen Ausbildungsplatz zu bekommen sind sehr gut, betonte Petra Eylander. Rund 30 Prozent mehr Ausbildungsplätze wurden in den zurückliegenden fünf Jahren bei der Agentur für Arbeit gemeldet. Dies bei gleichbleibenden Bewerberzahlen. "Bis 2025 wird die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt darüber hinaus so sein, dass für über zwei Arbeitnehmer die Ausscheiden, nur eine Fachkraft aufgrund des demografischen Wandels nachrücken wird", unterstrich sie. Eylander legte sowohl den Betrieben als auch den künftigen Auszubildenden ans Herz, durch gegenseitiges Engagement füreinander einzustehen. Die Berufsmesse bezeichnete sie als Erfolgsmodell.

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