Berufliches Netzwerk für Frauen

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Soroptimisten unterstützen Frau & Beruf

shz.de von
13. März 2018, 18:13 Uhr

Welche Arbeit passt zu mir? Wie mache ich mich selbstständig? Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es? – Frauen stellen sich bei ihrer Rückkehr in den Beruf viele Fragen. Die Entscheidungsfindung hängt meist eng mit der persönlichen Lebensplanung zusammen. Dann spielen neben fachlichen Aspekten auch emotionale Dinge eine Rolle, so dass staatliche Beratungsstellen an Grenzen stoßen. Die Soroptimisten möchten mit dem Projekt Concilia helfen, diese Lücke zu schließen.

Soroptimist International (SI) ist eine weltweit aktive Service-Organisation berufstätiger Frauen mit hohem Engagement in gesellschaftlichen Themen. Im Bundesgebiet gibt es 212 Clubs, wobei an der Westküste Vereinigungen in Itzehoe, Glückstadt und Heide bestehen. Zahlreiche ihrer Mitglieder haben es sich in der Initiative Concilia zum Ziel gesetzt, Frauen durch strukturierte Hilfen den Wiedereinstieg in die Arbeitswelt zu erleichtern. Sie arbeiten dabei eng mit den Beraterinnen von „Frau & Beruf“ an den Standorten Meldorf und Itzehoe zusammen.

Astrid Nielsen ist für den landesweit verankerten Beratungsträger im Kreis Steinburg unterwegs. Aus zahllosen Gesprächen kennt sie die Situation von Frauen während und nach der Familienphase. „Es geht auch darum, ihnen Mut zu machen. Denn die berufliche Rückkehr ist aus verschiedenen Gründen nicht immer leicht. Gezielte Frauenförderung wird immer wichtiger.“

Komplex sind die Themen, die Astrid Nielsen zu bearbeiten hat. Die Vereinbarkeit von Familie und Job taucht genauso auf wie Fragen der Existenzgründung und die Stellensituation in Branchen. Oft geht es um Fördermöglichkeiten zur Steigerung der persönlichen Qualifikation. „Es läuft viel zusammen und dann merken wir, dass wir mit unserem Latein am Ende sind.“ Man könne nicht alles über alle Berufe wissen.

An dieser Stelle werden die Clubschwestern der Soroptimisten aktiv. Ihnen ist das berufliche Fortkommen von Frauen in Übergangssituationen ein besonderes Anliegen. „Wir machen unabhängige Beratung und nutzen unsere privaten Netzwerke, die über Jahre entstanden sind“, erklärt Susanne Kreth, Mitglied der Glückstädter Soroptimisten. Zur Philosophie der SI gehöre es, möglichst viele Berufsfelder abzudecken. „Jede ist Expertin mit Erfahrungen auf ihrem Gebiet und kann viel Gutes beisteuern, um andere Frauen zu unterstützen.“

Um ratsuchenden Frauen alle Informationen mitzugeben, wie sie den Wiedereinstieg konkret planen können, werden nach der Erstberatung bei Frau und Beruf Profilbögen erarbeitet, um beim nächsten Kontakt möglichst zielsicher den passenden Weg einschlagen zu können. Ihre vielfältigen Interessen und Talente sollen so dem Arbeitsmarkt angeglichen werden.

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