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ausstellung : Berührungspunkte und Verflechtungen der „Damenrunde“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ausstellung „o.T. – Damenrunde bei Silke R.“ in der Brunsbütteler Stadtgalerie zeigt Werke zu Freundschaft und Beziehungen. Im Fokus steht ein Diptychon von Ulrike Andresen.

Es geht um Beziehungen, Freundschaften und Verbindungen in der neuen Ausstellung der Stadtgalerie im Elbeforum, die am morgigen Sonntag eröffnet wird. Den Kern der Präsentation bildet ein Diptychon – ein zweiteiliges Bild, gemalt 2006 von Ulrike Andresen (1949-2006). Es zeigt in einer „Damenrunde“ ihre Künstler-Kolleginnen Elsbeth Arlt, Heidrun Borgwardt, Silke Radenhausen, Katrin Schmidbauer und Gudrun Wassermann und den verlassenen Stuhl der Urheberin. Um dieses Bild, dessen Fotovorlage wiederum von Silke Radenhausen stammt, gruppierte Stadtgalerie-Leiterin Silke Eikermann-Moseberg die insgesamt sechs Künstlerinnen mit exemplarischen Arbeiten. Und nach etlichen verschiedenen sichtbaren und unsichtbaren Berührungspunkten in der Vergangenheit verflechten sich in dieser Präsentation die Kunstwerke der Frauen auch im Realen, durch Gegenüber-Hängung oder gemeinsame Blickachsen.

Besagte Berührungspunkte einzelner Künstler werden sichtbar in den Papierarbeiten von Elsbeth Arlt (geb. 1948). Wie eine Wissenschaftlerin ordnete sie jedem Akteur eine Farbe zu und dokumentiert mit Lineal und Zirkel beispielsweise in „Verflechtungen“ Gudrun Wassermanns Ausstellungstätigkeit.

Das Thema Menschengruppen und ihre Dynamik umkreist Heidrun Borgwardt (geb. 1934). Ihre zwei ausgestellten Bilder zeigen mehrere Menschen, zum Teil in begrenzenden Bereichen, die der Betrachter in unterschiedliche Beziehungen setzen kann.

Neben der „Damenrunde“ ist Ulrike Andresen mit einer weiteren Arbeit vertreten, in der es auch um eine Tischrunde geht, diesmal in zwei Versionen mit unterschiedlicher Farbgebung und Detailangabe.

Im Frühjahr stellte die Stadtgalerie Silke Radenhausen (geb. 1937) in einer Einzelausstellung vor. Jetzt zeigt sie drei Leinwandarbeiten, bestehend aus jeweils einer „Stoffsprache“, die durch genähte Volumina in den Raum greifen.

Gudrun Wassermann (geb. 1934) lieferte für die Ausstellung Fotoausdrucke auf Büttenpapier Die schwarz-weißen Motive, aufgenommen mit einer Lochkamera, bleiben verschwommen und thematisieren mit einer ästhetisch besonderen Art den Abriss vom Palast der Republik.
Und Katrin Schmidbauer (geb. 1963) hat die Wände der Stadtgalerie mit einem gigantischen Hahnentritt-Muster aus grellen Neonfarben versehen.

Bis auf die 2006 verstorbene Ulrike Andresen werden alle Ausstellerinnen zur Eröffnung anwesend sein. Es sprechen Brunsbüttels Bürgervorsteherin Karin Süfke, Anne Nilges, Referatsleiterin für Bildende Kunst und Literatur im Kulturministerium, Katharina Lidl, Volontärin der Stadtgalerie, und Stadtgalerie-Leiterin Silke Eikermann-Moseberg.

Die Ausstellung „o.T. (Damenrunde bei Silke R.)“ wird am Sonntag, 29. September, um 15 Uhr in der Stadtgalerie im Elbeforum (Von-Humboldt-Platz 5, Brunsbüttel) eröffnet und läuft bis zum 5. Januar 2014 (Mi bis Sa 15-18 Uhr, So 11-18 Uhr u.n.V.). Näheres unter www.stadtgalerie-brunsbuettel.de

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erstellt am 29.Sep.2013 | 12:00 Uhr

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