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Norddeutsche Rundschau

23. Oktober 2017 | 01:16 Uhr

Bereicherung für motivierte Schüler

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die einen rüsteten ein Mofa um. Andere kochten, dolmetschten oder programmierten eine App. Wieder lief im Kreis das Enrichment-Programm für ausgewählte Schüler, zum fünften Mal fand an der Kaiser-Karl-Schule als Stützpunktschule die Präsentation statt.

„Die Schüler stehen im Zentrum“, sagte deren Leiter Dr. Hartmut Blank. Enrichment sei ein „nachhaltiges Angebot, nicht nur bildungspolitisch, sondern auch gesellschaftspolitisch“. Deshalb, so Blank, wäre es schön, „wenn unsere Bildungsministerin das ein wenig mehr zu schätzen wüsste“.

Dennoch sei dieses Jahr besonders gut gelaufen. „Es hat sehr gut geklappt und viel Spaß gemacht“, erklärte Inga Nottelmann, die mit Inga Jahncke das Projekt im Verbund Steinburg leitet. Der Präsentationstag der neun Kurse war stark besucht, insgesamt 75 Schüler hatten das breitgefächerte Angebot angenommen. Längerfristig sollen nach den Worten Inga Jahnckes noch mehr Kurse organisiert werden. Zudem hofft sie, dass mehr nominierte Schüler diese dann auch wahrnehmen.

Zur Übergabe der Zertifikate war die KKS-Mensa prall gefüllt. „Es sind so viele gekommen. wie ich es noch nicht erlebt habe“, sagte Inga Nottelmann. Besonders dankten die Projektleiterinnen den Kursleitern und den Sponsoren des Enrichment-Programms.

Zum ersten Mal war Ernährungsberater Martin Noack als Kursleiter dabei. Zwölf Mal traf er sich mit zehn Kindern aus den Klassen 3 bis 5 und brachte ihnen das Waschen und Verarbeiten von Essen näher. „Wir haben geschnippelt, geraspelt und wieder geschnippelt“, erklärte Noack. Ein Höhepunkt war der Besuch eines Bio-Bauernhofs. „Wir haben Kälbchen angeguckt und Kühe gemolken“, erzählte Constantin (8). Gut besucht war auch der Dolmetscher-Kurs von Annelie Krüger und Cecilia Rath. Neben Comicübersetzungen und Dolmetsch-Übungen bekamen die Teilnehmer Besuch von der Dolmetscherin Margarete Mehdorn und erfuhren mehr über die Tätigkeit. Am Präsentationstag boten die Kursteilnehmer verschiedene Spiele an, die auf das Dolmetschen in der Praxis vorbereiten.

Eine besondere Erinnerung an das Enrichment-Jahr hat der Kurs „Kreatives Schreiben“ bei Theaterpädagogin Britta Schramm. Fünf Mädchen und „Quoten-Mann“ Mattis (14) schrieben Gedichte, Kurzgeschichten und eine lange Geschichte. Herausgekommen ist ein Heft mit 29 Seiten. Und wenn schnell das Schwimmbad oder ein Restaurant gesucht werden sollte, halfen die Teilnehmer im Kurs „Meine erste Android-App“. Mit Olaf Krebs programmierten sie einen Stadtführer für Itzehoe und gaben ihn kostenlos an Interessierte weiter.

Einen ersten Ausblick auf das nächste Kursangebot gab es auch schon: Christine Berg informierte über die chinesische Sprache und will im nächsten Jahr einen Kurs anbieten. Sie hat Chinesisch studiert – nun wolle sie die wichtige Weltsprache, die eine gute Berufsperspektive mit sich bringe, vermitteln.

Nicht nur bei den Schülern, auch bei den Eltern kam das Enrichment-Programm gut an. Birte Hüttmann, Mutter von Teilnehmerin Martje: „Es ist eine gute Sache für Kinder, die motiviert sind und so ihren Horizont erweitern können.“

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