Beratung für Frauen: Kreise rücken zusammen

Mit einer Vertragsunterzeichnung besiegelten die egeb:Wirtschaftsförderung und der Verein der Volkshochschulen in Steinburg die Zusammenarbeit: (hinten, v.li.) Christine Prey, Astrid Gruber und Astrid Nielsen sowie (vorn, v.li.) egeb-Geschäftsführerin Martina Hummel-Manzau,  VHS-Vorstandsmitglied Lothar Schülke und VHS-Geschäftsführer Manfred Hauptmann.
Mit einer Vertragsunterzeichnung besiegelten die egeb:Wirtschaftsförderung und der Verein der Volkshochschulen in Steinburg die Zusammenarbeit: (hinten, v.li.) Christine Prey, Astrid Gruber und Astrid Nielsen sowie (vorn, v.li.) egeb-Geschäftsführerin Martina Hummel-Manzau, VHS-Vorstandsmitglied Lothar Schülke und VHS-Geschäftsführer Manfred Hauptmann.

Ressourcen werden mit Blick auf Metropolregion und Westküste weiter gebündelt – Beratungsstellen von Frau & Beruf bleiben in Meldorf und Itzehoe erhalten

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08. Juli 2014, 10:52 Uhr

Die Kreise Steinburg und Dithmarschen rücken erneut ein Stück zusammen – zumindest im Hinblick auf die Beratung von Frauen, die ins Berufsleben zurückkehren oder sich selbstständig machen wollen.

Nachdem ein entsprechendes Programm 2013 ausgelaufen war, wurde Schleswig-Holstein für die Förderperiode 2014 bis 2020 in acht Beratungsregionen aufgeteilt und ein Ideenwettbewerb für das zukünftige Angebot ausgelobt. Als Gewinnerin des Wettbewerbs in der Region Steinburg/Dithmarschen ist die egeb:Wirtschaftsförderung ausgewählt worden, die gemeinsam mit dem Verein der Volkshochschulen in Steinburg einen Beitrag eingereicht hatte. Finanziert wird Frau & Beruf mit Mitteln der Europäischen Union (ESF Europäischer Sozialfonds) und des Landes Schleswig-Holstein aus dem Landesprogramm Neue Arbeit.

„Für die Rat suchenden Frauen ändert sich auch nach der Umstrukturierung nur wenig. Die festen Beratungsstellen in Itzehoe und Meldorf bleiben erhalten und auch die mobile Beratung in den Kreisen wird fortgeführt“, erläutert Martina Hummel-Manzau, egeb-Geschäftsführerin. Die Beratung in Itzehoe werde künftig in den Räumen der egeb, Viktoriastraße 17, fortgeführt.

Die Schwerpunkte der Arbeit werden sich jedoch ändern. Der Anteil an Bera-tungsaufgaben nimmt jetzt etwa 70 Prozent ein. Für regionale arbeitsmarktspezifische Aufgaben und die Zusammenarbeit mit der neu einzurichtenden Koordinierungsstelle bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein verbleiben demnach 30 Prozent. Insgesamt soll vor allem die Zielgruppe der Berufsrückkehrerinnen noch stärker angesprochen werden. „Der berufliche Wiedereinstieg nach der Familienphase braucht gute Planung. Frau & Beruf bietet an diesem Übergang umfassende Beratung und stärkt damit die Selbstkompetenz der Frauen“, betont Astrid Gruber, Beraterin in Meldorf.

Bei den weiteren Arbeitsbereichen, zum Beispiel bei spezifischen Veranstaltungen, können Einschnitte jedoch nicht ausbleiben. „Wir werden die Ressourcen stärker mit Blick auf die Metropolregion und die Westküstenregion bündeln müssen. Erfolgreiche Veranstaltungsformate wie die jährlichen MINT-Messen für Schülerinnen und Fit für die Firma werden jedoch fortgeführt“, versichert Astrid Nielsen, Beraterin in Itzehoe.

Eine Reduzierung des Gesamtangebots geht auf die veränderte Personalsituation zurück. Da jetzt nur noch Fördermittel in deutlich reduziertem Umfang zur Verfügung stehen, musste das Team für die Beratungsregion halbiert werden. Zwei Mitarbeiterinnen von Frau & Beruf schieden mit Ablauf der alten Förderperiode aus, ihre Verträge konnten nicht verlängert werden. Anke Cornelius-Heide war indessen bereits im November 2013 nach 20-jähriger Tätigkeit für Frau & Beruf als Beraterin in Dithmarschen verabschiedet worden, um als hauptamtliche Bürgermeisterin der Stadt Meldorf zu wirken.

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