Versteigerung : Benefizklampfe für Wattolümpia

Filigraner Gitarrenkorpus: Jens Rusch  entwickelt mit Pinsel und Farbe  den  hölzernen Rohbau  in eine  Zikade. In die Flügel ist ein Plexiglasscheibe eingearbeitet.
Filigraner Gitarrenkorpus: Jens Rusch entwickelt mit Pinsel und Farbe den hölzernen Rohbau in eine Zikade. In die Flügel ist ein Plexiglasscheibe eingearbeitet.

Zum dritten Mal arbeiten der Wilsteraner Gitarrenbauer Dirk Seidel und der Brunsbütteler Künstler Jens Rusch für den guten Zweck zusammen. Ihre Gitarre „Zikade“ wird versteigert.

shz.de von
05. Juni 2014, 17:00 Uhr

Sie verschmelzen zu bespielbarer Kunst, die Werke des Wilsteraner Gitarrenbauers Dirk Seidel und des Brunsbütteler Künstlers Jens Rusch. Bereits zum dritten Mal bündeln die beiden Kunstschaffenden ihre Fertigkeiten für ein gemeinsames Benefiz-Projekt. Nach der Charity-Gitarre „Hope“ und der Schmetterlings-Klampfe „Iron Butterfly“, folgt nach einer Abstimmung über ein soziales Netzwerk im Internet nun die Benefiz-Gitarre „Zikade“. „Es war ein ganz knappes Ergebnis, fast hätte der Skorpion-Entwurf das Rennen gemacht“, erzählt Jens Rusch.

Das fantasievolle Instrument soll wie seine Vorgänger, im Zuge einer Versteigerung übers Internet, am Rande der Brunsbütteler Wattolümpiade an den Höchstbietenden veräußert werden und die Kassen der Aktion „Stark gegen Krebs“ füllen. Mit Hilfe der Einnahmen aus den letzten beiden Auktionen konnte eine groß angelegte Typisierungsaktion in der Schleusenstadt durchgeführt und die Kosten für die Eintragungen in die Deutsche Knochenmarkspenderdatei für mehr als die Hälfte der Spendenwilligen übernommen werden. Ferner wurde die Einrichtung eines Palliativzimmers im Westküstenklinikum Brunsbüttel unterstützt.

Über 200 000 Euro wurden durch die schmutzigen Spiele für eine saubere Sache im Elbschlamm vor den Toren Brunsbüttels sowie mit Aktionen, die im Zusammenhang mit der Wattolümpiade stehen, eingenommen. Einkünfte, die Krebspatienten und deren Angehörigen auf unterschiedlichster Weise zu Gute kommen.

„Es gibt bereits erste Interessenten für unsere neue Benefiz-Gitarre“, freut sich Rusch. Doch noch sind die Arbeiten rund um das bespielbare Kunstwerk nicht abgeschlossen. Im Rahmen des diesjährigen NDR–Landpartiefestes im niedersächsischen Worpswede hatte Jens Rusch damit begonnen, den Korpus mit Ölfarben zu gestalten. „Es wäre klasse, wenn sich kurzfristig ein Zahntechniker finden ließe, der die inneren Ränder der Zikadenflügel mit Silicon abschließen könnte“, sagt der nach Perfektion strebende Künstler. Denn wie bei der richtigen Zikade sind auch bei der Gitarre Bereiche der Flügel durchsichtig. Für die nötige Stabilität bei gleichzeitiger Transparenz sorgt eine mühsam eingearbeitete Plexiglasscheibe.

Sobald Jens Rusch die Farbgebung abgeschlossen hat, übernimmt Dirk Seidel den Zusammenbau des Instruments. Eine finale Lackierung zum Schutz der Kunstwerke steht ebenso auf den Fertigungsplan, wie das Einbauen der technischen Komponenten.

Der der genaue Zeitpunkt für den Start der Online-Auktion für die Charity-Gitarre „Zikade“ steht noch nicht genau fest. „Lange kann es nicht mehr dauern“, so Rusch.

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