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Norddeutsche Rundschau

17. Oktober 2017 | 23:07 Uhr

Belastete Erde aus dem Gleisbett geholt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

von
erstellt am 19.Apr.2015 | 16:08 Uhr

Anfang Februar war bei einer Diesellok der Nord-Ostsee-Bahn eine Hydraulikölleitung geplatzt. Rund 400 Liter Öl spritzten zwischen Sommerland und Glückstadt aus der defekten Leitung und verschmutzten vorrangig das Abfahrgleis in Richtung Itzehoe im Glückstädter Bahnhof.

Oberflächlich streuten damals Einsatzkräfte der Glückstädter Feuerwehr die Öllachen mit Bindemittel ab (wir berichteten). Jetzt wurden die Folgen des unfreiwilligen Zwischenstopps der NOB beseitigt. Dazu mussten in der Nacht zu gestern zunächst Mitarbeiter einer Fachfirma aus Elze einige Meter an Schienensträngen sowie Schwellen demontieren. Gestern rückte dann ein auf Schienen fahrender Bagger an. Dieser hob etliche Kubikmeter kontaminiertes Erdreich sowie Gleisschotter über den Bahnsteig in bereitstehende Muldenanhänger der Firma Sönke Krey. Die Bahnhofstraße war deshalb bereits am Freitagvormittag gesperrt worden.

Sehr zum Leidwesen vieler Autofahrer, die wegen der gleichzeitigen Bundesstraßensperrung noch einmal um die Stadt herum über Janssenweg und Steinburgstraße zum Bahnhof fahren mussten.

Was Betroffene dabei am meisten ärgerte: An der Gleisbaustelle tat sich zu diesem Zeitpunkt nichts, was eine Vollsperrung rechtfertigte. Vom Kommunalen Service wurden Absperrbaken deshalb bis Sonnabend zur Seite gerückt. Mit Beginn der Bauarbeiten war die Vollsperrung dann zwingend notwendig. Gleichzeitig wurde der regionale Zugverkehr eingestellt und ein Schienenersatzverkehr mit Bussen jeweils in Richtung Itzehoe und Elmshorn eingerichtet.

Lediglich Schnellzüge durften im Schneckentempo in beide Richtungen über das Gleis 2 durch die Baustelle rollen. Auf verlässliche Informationen warteten die auf dem Bahnsteig stehenden Bahnkunden dabei vergeblich. Lediglich das elektronische Laufband der Anzeige verkündete: „Bauarbeiten. Weitere Informationen im Aushang“. So mancher hatte deshalb seine liebe Not, in dem Baustellen- und Schildergewusel die Bushaltestelle auszumachen und rannte vergeblich mit seinen Koffern zur Park- und Rideanlage am Festungsgraben.

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