Zukunft des ländlichen Raums : Beidenflether planen ihre Zukunft

In Beidenfleth gehen sie die Zukunft aktiv an.
In Beidenfleth gehen sie die Zukunft aktiv an.

Ein Ortsentwicklungsplan soll neue Möglichkeiten aufzeigen. Schlüsselprojekte sind seniorengerechter Wohnraum und Freizeitangebote.

Avatar_shz von
22. Dezember 2017, 05:14 Uhr

Mit zwei ersten Stufen will die Gemeinde Beidenfleth die Erstellung eines Ortsentwicklungskonzepts in Angriff nehmen. Der Förderantrag muss noch vor Jahresende gestellt werden, um einen Zuschuss von 75 Prozent beantragen zu können. Für das Konzept hat die Gemeinde 70 000 Euro in den Haushalt 2018 eingestellt.

Bürgermeister Peter Krey wurde ermächtigt, die Konzepterstellung öffentlich auszuschreiben und den Auftrag zu erteilen, sobald der Zuwendungsbescheid für die Fördermittel vorliegt. Die Förderung ist auch davon abhängig, dass die Maßnahme am 1. März 2018 begonnen und bis zum 28. Februar 2019 fertiggestellt sein muss. Die Kosten für das Ortsentwicklungskonzept liegen bei 12 000 Euro für die Stufe 1 mit Grundlagen- und Bedarfsermittlung, 15 000 Euro für die Stufe 2 mit Erstellung einer Machbarkeitsprüfung für ein bis zwei Schlüsselprojekte sowie 43 000 Euro für einen baulichen Vorentwurf zur Entscheidungsfindung. Schlüsselprojekte sieht die Gemeindevertretung in der Schaffung von altersgerechtem Wohnraum und in einer Neustrukturierung von Gemeindetreffpunkten, Kindergarten, Feuerwehr und Sport. In die Erarbeitung des Konzepts für die mittelfristige Gesamtentwicklung des Ortskerns sollen die Bürgerinnen und Bürger weitestgehend eingebunden werden.

Ziel der Gesamtplanung ist es, die 870 Einwohner zählende Gemeinde auch zukünftig attraktiv zu erhalten. Dafür wird eine Anpassung der Infrastruktur für den Erhalt einer nachhaltigen Daseinsvorsorge für erforderlich gehalten. „Das Ortsentwicklungskonzept soll Antworten auf wesentliche Zukunftsfragen der Gemeinde liefern. Sie lauten: Welche öffentlichen und privaten Infrastrukturen und Angebote sind zukünftig erforderlich? Wie kann Funktionsverlusten durch neue Angebote im Rahmen der Konzeptaufstellung entgegengewirkt werden? Wie können gemeindliche Einrichtungen aus überalterten Gebäuden heraus möglichst zentral im Ortskern untergebracht werden, um dadurch einen zentralen Gemeindetreffpunkt einzurichten? Welche Angebote an altersgerechtem Wohnen lassen sich unter welcher Trägerschaft realisieren? So heißt es schließlich zu diesen Themen: „Im Ortsentwicklungskonzept sollen alle privaten und öffentlichen Versorgungsfunktionen ermittelt und auf ihre Zukunftsfähigkeit hin überprüft werden.“ Und weiter: „Zudem ist zu prüfen, wie Immobilien eine neue Nutzung erhalten können, wenn Angebote an einem Standort konzentriert werden.“

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen