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Norddeutsche Rundschau

22. August 2017 | 00:02 Uhr

Beidenflether Feuerwehr startet Werbeaktion

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Nicht erst seit der letzten Einsatzübung weiß das Führungsteam der Freiwilligen Feuerwehr Beidenfleth um die geringe Personalstärke. Schon länger arbeitet Wehrführer Klaus Voß mit seinen Vorstandskollegen an der Mitgliederwerbung. „Wir haben beschlossen, mit einer Werbeaktion auf die Situation aufmerksam zu machen, um so neue Mitglieder zu werben“, erklärt Klaus Voß. Gemeinsam mit seinem Schriftwart Heine Jürgensen hat er ein Anschreiben aufgesetzt, das zusammen mit der Festschrift zur 125-Jahr-Feier an die entsprechenden Haushalte verteilt wird.

Die Wehr zählt aktuell 28 aktive Mitglieder, von denen sieben bereits in der Reserveabteilung sind. „Bei Erreichen der Altersgrenze von 50 Jahren kann in die Reserve gewechselt werden, man ist aber noch uneingeschränkt aktiv in der Wehr“, erläutert Voß. Innerhalb der nächsten zehn Jahre wird von den aktiven Feuerwehrmännern und -frauen zirka die Hälfte von der Einsatzabteilung aus Altersgründen in die Ehrenabteilung überwechseln.

„Wir haben bereits Probleme bei der Tagesverfügbarkeit“, sagt Klaus Voß weiter. Das ist durch die Arbeitssituation in anderen Gemeinden, gerade im ländlichen Bereich, ebenso. „Wir wollen auch die Außenbezirke Uhrendorf, Dodenkop, Riep, Fockendorf, Neumühlen und Kampen ansprechen“, sagt Heine Jürgensen. Er sieht in den Hofbetreibern ein hohes Mitgliederpotential, da die Landwirte auch über Tag erreichbar sind. Sagte man früher „Stell dir vor, es brennt und keiner kommt“, wirbt die Beidenflether Wehr mit dem Slogan: „Stell dir vor, du brauchst Hilfe – und keiner kommt!“ Die Aufgaben der Feuerwehr werden immer vielfältiger, bleiben aber freiwillig und sind daher immer schwieriger zu schultern.

„Die Grundlagen zum Retten, Löschen, Bergen, Schützen können innerhalb der Wehr erworben werden“, versuchen die Beidenflether mögliche Schwellenangst zu senken. Die Wehrführung der Störgemeinde hofft, die Einsatzstärke aufstocken zu können. „Ansonsten steuern wir unweigerlich auf eine Zwangswehr zu, das ist vielen nicht bewusst.“

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erstellt am 11.Sep.2015 | 10:21 Uhr

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