Sort in Glückstadt : Bei Fortuna geht es weiter

Eines der Fortuna-Sorgenkinder: die vereinseigene Anlage am Sperforkenweg mit dem Sportplatz und der Halle.
Eines der Fortuna-Sorgenkinder: die vereinseigene Anlage am Sperforkenweg mit dem Sportplatz und der Halle.

Schwierige Finanzlage: Ex-Bürgermeister Gerhard Blasberg will die Verhältnisse beim ETSV für einen Neuanfang ordnen.

shz.de von
30. April 2018, 05:07 Uhr

Gerüchte können zerstörerisch wirken. Das weiß Gerhard Blasberg und dem möchte der geschäftsführende Vorsitzende vom ETSV Fortuna entgegenwirken. Blasberg stellte klar: „Entgegen allen Aussagen stelle ich hiermit fest: Fortuna Glückstadt ist nicht pleite und muss auch keine Insolvenz beantragen. Diese Aussagen entbehren jeder Grundlage. Bei Fortuna geht es weiter.“

In seiner Eigenschaft als zweiter Vorsitzender des 1600-Mitglieder-Vereins hat Blasberg zurzeit nach dem Rückzug des Ex-Vorsitzenden Thomas Gründel die Geschäftsführung übernommen. „Das mache ich gerne und ich scheue mich auch nicht, Verantwortung zu übernehmen“, erklärt Gerhard Blasberg.

Allerdings sieht er die finanziellen Probleme des Vereins. Darin liegen seiner Meinung nach auch die Schwierigkeit, einen neuen Vorsitzenden zu finden. Sein Ziel ist es, mit einer kompetenten Mannschaft die Verhältnisse beim ETSV zu ordnen – auch langfristig gesehen. „Dann werde ich einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin für Thomas Gründel finden. Ob morgen oder in zwölf Monaten wird sich zeigen“, so Blasberg. Bis dahin will der Glückstädter Ex-Bürgermeister – der zurzeit im Ehrenamt bei der Awo Itzehoe arbeitet – gerne und mit Engagement das Gesicht des Vereins sein: „Ich muss schauen, ob ich das kann. Aber ich habe mich als zweiter Vorsitzender wählen lasssen, stehe zu dieser Verantwortung und werde alles tun, um eine kontinuierliche Fortsetzung der Arbeit zu ermöglichen.“ Schließlich hätte er Verwaltung gelernt und bezeichnet sich immer noch als „gut vernetzt“.

Zurück zu den Finanzen. Er ist sich aber im Klaren, dass der Verein auf längere Frist mit eigenen Mitteln kaum überleben kann. „Wir haben zwei Immobilien an der Backe, die Anlagen am Molenkiekergang und am Sperforkenweg, die wir uns prinzipiell nicht leisten können.“ Entscheidender Faktor der Misere: Bisherige Einnahmen vom Schulverband sind weggebrochen. Darum müssen notwendige Sanierungen am Vereinsheim (Molenkiekergang), an Sporthalle und Sportplatz (Sperforkenweg) aufs Notwendigste beschränkt werden.

Unterstützung erhofft sich Blasberg von der Stadt Glückstadt, die dem Verein bisher immer gewogen war und Finanzen sicherte. „Wir dürfen das aber nicht über Gebühr strapazieren.“

Ebenso könne sich der Verein eine Stunden-Aufstockung der engagierten Geschäftsstellen-Leiterin kaum leisten: „Qualität und Quantität ihrer Arbeit stehen außer Frage. Kathrin Kuhlmann könnte viel mehr Stunden ausgelastet sein. Einen Vertrag mit einer Aufstockung können wir uns aber nicht leisten“, so Blasberg. In Zusammenarbeit mit Kathin Kuhlmann, mit seinen neu gewählten Vorständlern um Kassenwart Olaf Goletzke und engagierten Mitgliedern, mit Ratschlägen von Thomas Gründel und Ex-Kassenwart Peter Krieger will Blasberg den Verein wieder in solides Fahrwasser steuern: „Es muss weitergehen.“

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