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Neujahrskonzert : Begeisterndes Musikerlebnis in der Sporthalle

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Seit fast einem Jahr ausverkauft: Das inzwischen 15. Marner Neujahrskonzert begeisterte Publikum wie auch die Musiker der Europäischen Kammerphilharmonie und des Operettenchors Hamburg.

Die Organisatoren hatten wieder ein außergewöhnliches Musikerlebnis geschaffen: Das 15. Neujahrskonzert in der Sporthalle der Marner Reimer-Bull-Schule entpuppte sich wieder einmal als gesellschaftliches Ereignis der Superlative mit der Europäischen Kammerphilharmonie und dem Operettenchor Hamburg.

„Es ist unglaublich, wie diese Halle verändert wurde. Als ich vor sechs Wochen zur Besichtigung hier war, musste ich noch einem Handballwurf ausweichen“, erzählte Doris Vetter am Mittwochabend. Die musikalische Leiterin des Abends zeigte sich begeistert von der Arbeit des 34-köpfigen Aufbauteams, die seit vergangenem Freitag die Sporthalle mit 1200 Sitzplätzen, einer 14 mal 13 Meter breiten Bühne in vier Ebenen und rund 1500 Azaleen und Begonien in einen Festsaal verwandelt haben. „Wir haben uns hier direkt wohl gefühlt. Die Marner sind wie wir – praktisch, kreativ, jung und dynamisch“, lobte Vetter nach dem Konzert.

Die Erwartungen im Zuschauerraum wurden mit einem vielfältigen und bunten Musikerlebnis belohnt. Beim Nessum Dorma aus Giacomo Puccinis Turandot berührte Tenor Sang-Jin Kim die Herzen der Zuhörer. Eigentlich hatte er Theologie studiert und im Kirchenchor mitgesungen, als er ermuntert wurde, mehr aus seinem Gesangstalent zu machen. Die Marner überzeugte der aus Seoul stammende Sänger auch im Duett mit Sopranistin Miriam Sharoni, die über eine internationale Bühnenerfahrung verfügt. Mit Stimme, Charme und Charisma präsentierte sie Arien aus der Csárdásfürstin. Einzigartig war dann auch der Moment, als die Dirigentin bei einem Medley aus der Fledermaus von Johann Strauß einen kleinen Sologesangspart übernahm. Die letzte musikalische Darbietung der ersten Halbzeit unterstrich Walter Schmidt aus den Reihen des Chores im Duett mit Sharoni bei der Overtüre aus Carmen. Mit tosendem Beifall entließ das Publikum die Musiker in die Pause.

Der zweite Teil des Neujahrskonzerts war geprägt mit Titeln aus klassischen und modernen Musicals, von der West-Side-Story bis zum Phantom der Oper und dem König der Löwen. Humorvoll und kurzweilig gespickt mit Fakten zu Komponisten und Musikstücken führte Doris Vetter durchs Programm. Sie begeisterte durch ihre erfrischende Art das Marner Publikum, das mit einem Hörgenuss der Oberklasse und mehreren Zugaben begeistert wurde und dies mit stehenden Ovationen belohnte.

Enttäuscht waren die Organisatoren, als sie im vergangenen Jahr erfuhren, dass der Operettenchor Hamburg in Kooperation mit der Europäischen Kammerphilharmonie das gleiche Programm auch als Neujahrskonzert im Elbeforum Brunsbüttel noch vor dem Marner Termin präsentieren würde. „Wir hatten die Verträge schon vorher geschlossen und es war bekannt, dass wir ausverkauft sind. Daher hatten die Verantwortlichen keine Bedenken, dieses Programm ein weiteres Mal in Dithmarschen zu zeigen“, erklärte Frank Eschenbach. Doch das ist nicht im Sinn der Organisatoren rund um Dirk Gülck. Für das kommende Jahr ist wieder die Exklusivität für Marne gesichert. Eschenbach: „Wir haben unsere Verträge dahingehend abgeändert, dass die Orchester im Zeitraum von vier Wochen um unseren Termin und im Umkreis von 100 Kilometern kein ähnliches Konzert geben werden.“ Denn: „Wir möchten unseren Bürgern und Gästen hier ein besonderes Konzert als Einstieg ins neue Jahr bieten.“ Für das 16. Neujahrskonzert am 14. Januar 2015 um 20 Uhr konnte das Oldenburgische Staatsorchester engagiert werden.

 

>Restkarten sind im Amt Marne-Nordsee unter 04851 /959627 erhältlich.


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erstellt am 17.Jan.2014 | 11:50 Uhr

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