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Norddeutsche Rundschau

15. Dezember 2017 | 11:36 Uhr

Begeisternde Flötentöne auf der Chalumeau

vom

shz.de von
erstellt am 08.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Meldorf | Mit einem sehr melodischen Beitrag endete der Konzertreigen im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals (SHMF) im Meldorfer Dom. Auf dem Programm standen Werke von Fontana, Merula, Schmelzer, Vivaldi und Biber, dargebracht von einem der führenden Ensembles der so genannten Alten Musik, dem Il Giardino Armonico.

Das Barockensemble hat seinen Fokus auf die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts gelegt und mit Giovanni Antonini einen Leiter, der es versteht, alten Barockinstrumenten wie der Chalumeau ganz unterschiedliche, weiche Töne zu entlocken und seine Zuhörer mitzunehmen.

Die Chalumeau ist ein Holzblasinstrument mit einfachem oder auch doppeltem Rohrblatt aus dem Barock. Aus ihr wurde später die Klarinette entwickelt. Die Chalumeau wurde viel in höfischen Orchestern gespielt und unter anderem Georg Philipp Telemann setzte das Instrument oft paarweise ein. So bei der Sonate F-Dur oder auch dem Konzert d-Moll, die in Meldorf erklangen.

Gemeinsam mit Tindaro Capuano vollführte Giovanni Antonini mit den Flöten fast einen Tanz und riss das Publikum mit. Gefangen in den leichten Klängen, die zu dem warmen Sommerabend passten, gingen die Konzertbesucher mit und zollten den Musikern jeweils anhaltenden Applaus.

Mit Telemanns Konzert C-Dur für Blockflöte bewies Antonini eindrücklich, dass es sich hier nicht nur um ein Instrument für Grundschulkinder handelt. Die Zugabe mit der Piccolo-Flöte bezauberte die Zuhörer dann endgültig. Gerne hätten noch mehr Lieder folgen dürfen.

Neben Liana Mosca, Stefano Barneschi, Marco Bianchi, Giancarlo de Frenza und Paolo Beschi mit ihren Violinen, Cello und Bass präsentierten auch Riccardo Doni auf dem Cembalo und Luca Panca auf der Theorbe die alte Musik auf alten Instrumenten mit einer ausgesprochenen Leichtigkeit.

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