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Norddeutsche Rundschau

17. Dezember 2017 | 17:22 Uhr

Beeindruckende Stimmgewalt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Bei ihrem Frühlingskonzert in der St. Laurentii-Kirche begeistern die Chöre der Freien Waldorfschule zusammen mit dem Orchester „Armónico“

von
erstellt am 12.Jun.2016 | 12:08 Uhr

Vielfältig, umfangreich und beeindruckend präsentierte die Freie Waldorfschule Itzehoe gemeinsam mit dem Kammerorchester „Armónico“ der Volkshochschule (VHS) ihr Frühlingskonzert in der St. Laurentii-Kirche. Zum dritten Mal standen Chöre der Waldorfschule gemeinsam mit dem VHS-Orchester auf der Bühne und boten unter Leitung von Musiklehrer Lars Köhler und Orchesterdirigent Matthias Pufall ein überzeugendes und klangvolles Programm.

Schon zu Beginn überzeugten die Sänger der Waldorfschule mit „Singing All Together“ von Thord Gummesson das Publikum. Stimmgewaltig und rhythmisch sangen die Chöre der Klassen fünf, sechs und zwölf sowie der Eltern-Lehrer-Chor das Stück und ernteten einen ersten begeisterten Applaus.

Mit den „Liebesliedern aus drei Jahrhunderten“ hatte die Waldorfschule schon im Voraus ihr Konzert beworben. Zu Recht: Eine thematische und musikalische Vielfalt konnten die Chöre bei ihren jeweiligen Stücken zeigen, von der Renaissance bis zur Gegenwart. Der Übergang zwischen „Drei schöne Dinge fein“ aus dem 16. Jahrhundert und „Stay“ von Rihanna war fließend. Insbesondere die Erklärungen von Lars Köhler über den Inhalt der Stücke erleichterten das Verständnis.

Das Highlight des Abends bot die
18-jährige Waldorfschülerin Mette Jensen an der Geige, begleitet von Sören Zanner vom Kulturhof am Klavier, mit dem Stück „Czardas“ von Vittorio Monti. Volle Klänge und eine gespannte Stille im Publikum erfüllten minutenlang die fast volle St. Laurentii-Kirche. Für ihr atemberaubendes, intensives und schnelles Spiel wurde Jensen nach dem Schlussakkord mit langem Applaus und begeisterten Pfiffen belohnt.

Ebenfalls mitreißend und sehr souverän gespielt waren „El Choclo“ im argentinischen Stil und der „Ungarische Tanz“ von Brahms, die das Kammerorchester „Armónico“ den Zuhörern zu Gehör brachte.

Der letzte Teil des Konzerts war der kirchlichen und auch deutlich ruhigeren Musik gewidmet. Mit „Dona nobis pacem“, einem sehr ruhigen Stück des lettischen Komponisten Peteris Vasks, malten der Eltern-Lehrer-Chor der Waldorfschule und das Kammerorchester ein musikalisches Kunstwerk für die Ohren. Auch „Kol Nidrei“ von Max Bruch, welches „Armónico“ schon beim vergangenen Konzert gemeinsam mit der Waldorfschule souverän gespielt hatte, überzeugte mit vollen, ruhigen Klängen und wurde mit langem Applaus belohnt. Ebenso stimmgewaltig, wie es begonnen hatte, schloss das Frühlingskonzert. Mit „Evening Rise“ von Christian Bollmann traten noch einmal alle Musiker und Sänger auf. Die Chöre sangen von verschiedenen Stellen in der Kirche aus und schufen eine allumfassende, ruhige Atmosphäre zum Abschied.

Für Elisabeth Alpen, deren Tochter im Chor der zwölften Klasse mitsang, war genau diese Gemeinschaft zwischen den Musikern das Schönste am Konzert. „Dieses Zusammenspiel zwischen Schülern, Eltern, Lehrern und Orchester hat mir am besten gefallen“, sagte sie. Die Kombination zwischen den Waldorfchören und „Armónico“ hat sich also auch in diesem Jahr wieder bewährt – mit einer unglaublichen Vielfalt und einem faszinierenden Klangvolumen.

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