zur Navigation springen

Kindergartenplatz-Not in Itzehoe? : Bedarf wird überprüft

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Verwaltung favorisiert die Schaffung eines neuen Kindergartens, die Politik fordert einen Abgleich der Wartelisten.

von
erstellt am 14.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Wie viele Kindergartenplätze benötigen die Itzehoer Eltern? Diese Frage beschäftigte am Mittwoch erneut den Bildungsausschuss der Ratsversammlung, und erneut wurde deutlich, dass in dieser Frage ein grundsätzlicher Dissens zwischen Politik und Verwaltung besteht. Nach zuletzt hitzigen Debatten (wir berichteten) bemühten sich diesmal alle Beteiligten spürbar, die Diskussion sachlich zu halten. Inhaltlich blieben die Fronten aber verhärtet. Nun soll eine Befragung der Eltern neue Erkenntnisse liefern.

Das Kinder- und Jugendbüro der Stadt hatte zur Sitzung erneut eine aktualisierte Schätzung des Bedarfs an Betreuungsplätzen vorgelegt. Demnach besteht dringender Handlungsbedarf. Die auf den Wartelisten der Kindergärten beruhenden Zahlen sind eindeutig: 119 Kinder, die für eine sofortige Betreuung aktuell angemeldet sind, werden 2017 keinen Platz bekommen. Davon sind 26 Kinder über drei, 93 Kinder unter drei Jahren. „Das ist die Realität, wie sie sich uns darstellt“, sagte Bildungsamtsleiter Andreas Arndt in der Sitzung. Mit eingerechnet sind die Plätze, die zum Herbst bei der Kita IzzKizz neu geschaffen werden.

Die Verwaltung favorisiert die kurzfristige Schaffung eines neuen Kindergartens mit 100 Plätzen. Drei Träger haben Interesse bekundet. Doch auf Grundlage der vorgelegten Zahlen möchte mit Ausnahme der Grünen keine Fraktion in die konkrete Planung für einen neuen Kindergarten einsteigen. Den Schätzungen werde „nicht immer geglaubt“, sagte Rolf Bratzke (SPD). Der Bedarf müsse konkreter nachgewiesen werden, ergänzte Fraktionskollege Ralf Schwedler. Die Schätzung auf Grundlage der Wartelisten sei nicht ausreichend für eine Investition im Millionenbereich. Statt über einen Neubau zu beraten, beauftragten die Bildungspolitiker die Verwaltung, die 119 Eltern anzuschreiben und so „den Elternwillen zu verifizieren“, wie Günter Wolter (IBF) es formulierte. Die Ergebnisse sollen zur nächsten Sitzung am 13. September vorliegen.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen