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Freibadsanierung in Lägerdorf : Becken bald wieder strahlend blau

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Betonwanne im Lägerdorfer Freibad bekommt eine neue Folie. Die Gesamtkosten belaufen sich auf mehr als 100 000 Euro.

shz.de von
erstellt am 23.Okt.2017 | 15:00 Uhr

Ganze 31 Jahre lang hat die Folie, mit der die Betonwanne vom 50-Meter-Becken im Lägerdorfer Freibad abgedeckt und geschützt ist, gute Dienste geleistet. Doch nun ist sie verschlissen. Ausbesserungsarbeiten waren aufgrund der langen Nutzung des Materials nicht mehr möglich. Aus diesem Grund hat sich die Gemeinde Lägerdorf entschlossen, die Beckenwanne mit einer neuen Folie verkleiden zu lassen. Ungewöhnlich ist der Zeitpunkt nicht, denn üblicherweise beträgt die Standzeit des Materials kaum mehr als 25 Jahre.

Erledigt werden die Arbeiten, mit denen bereits Anfang Oktober begonnen wurde, von der Firma Anlagentechnik Pareidigs. Das Unternehmen aus Stolpe im Kreis Plön ist auf Abdichtungsarbeiten im kommunalen Schwimmbadbereich spezialisiert. Derzeit entfernen die Fachleute die alte Folie. Anschließend werden der Beckenboden und die Eingangsstufen zum Nichtschwimmerbereich saniert. Zudem werden schadhafte Stellen an den Wänden ausgebessert.

Im Zuge der Arbeiten wird auch die Überlaufrinne des Beckens neu ausnivelliert. Sie hat sich im Laufe der Jahrzehnte zur Stirnseite hin gesenkt. Das hatte zur Folge, dass Wasser nicht mehr gleichmäßig über alle Breiten und Längen des Beckens abfließen und sich optimal in das zum Wasseraustausch erforderliche Filtersystem einspeisen konnte. So setzten sich Blätter, die von den Bäumen gefallen waren, am Boden ab und beeinträchtigten dadurch das Gesamtbild der Anlage nicht unwesentlich. Im Rahmen eines Ortstermins betonte der amtierende Bürgermeister der Gemeinde Lägerdorf, Karl Heinz Gülck: „Die Arbeiten sollen im Frühjahr des kommenden Jahres abgeschlossen sein. Wir wollen die Badesaison ganz normal beginnen.“

Die Gesamtkosten beziffern sich auf rund 110  000 Euro. Um den Gemeindeanteil zu verringern, hat sich der Kämmerer des zuständigen Amtes Breitenburg bemüht, öffentliche Gelder in den Finanzierungsplan einzuwerben – ohne Erfolg. Das Landesministerium für Inneres und Bundesangelegenheiten hatte den Antrag Anfang dieses Jahres negativ beschieden.

Erfreut über das, was sich gerade auf dem Areal in der Gärtnerstraße ereignet, ist Peter Böge: „Das ist ein Zeichen dafür, dass die Gemeinde Lägerdorf in die Zukunft des Freibades investiert. Wir sind froh, den Bürgern im Dorf und in der Region ein attraktives kommunales Schwimmbad für Freizeit, Wettkampf und Schulsport anzubieten, das dazu noch temperiert ist“, sagte der Vorsitzende des Fördervereins Freibad Lägerdorf. Darüber könne er sich für die Nutzer nur freuen. In anderen Teilen Schleswig-Holsteins hätten die Menschen diesen Komfort nicht: „23 Bäder sind seit 2005 geschlossen worden.“ Dieses Manko kommentierte Karl Heinz Gülck so: „Wir stehen zu unserem Bad - insbesondere zu unserer 50-Meter-Bahn.“

Und gerade diese Länge hat im Laufe dieses Sommers neben Freizeitschwimmern auch Triathleten und Wettkampfschwimmer angezogen. Bademeister Olaf Petersen geht davon aus, dass sich das im kommenden Jahr noch mehr verstärken wird, denn Itzehoe baue sein Schwimmerbecken in ein Spaß- und Mehrzweckbecken um. Weil die Läge des Lägerdorfer Freibades auch dem Wettkämpfer entgegenkommt, rechne er mit einer stärkeren Nutzung durch diese Gruppe. „Die Zeichen stehen für kommunale Bäder mit 50-Meter-Bahnen.“

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