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Norddeutsche Rundschau

22. Oktober 2017 | 18:31 Uhr

Beauftragte für Flüchtlinge ernannt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

von
erstellt am 20.Okt.2015 | 17:01 Uhr

Das Amt Kellinghusen hat zwei offizielle Flüchtlingsbeauftragte: Dagmar Salomon und Adrian Unger. Die beiden Fakir-Vertreter (Flüchtlingshilfe im Amt, Integration in der Region) wurden im Rahmen des jüngsten Amtsausschusses für das Ehrenamt benannt. „Wir setzen ganz stark darauf, dass damit die Motivation der Ehrenamtler erhalten bleibt“, sagt Amtsvorsteher Clemens Preine. Mit Salomon und Unger hätten sich zwei erfahrene und verlässliche Mitstreiter bereit erklärt, die Aufgabe zu übernehmen.

Schon von Beginn an engagieren sich Unger und Salomon gemeinsam mit Pastorin Gritta Koetzold, Horst Nitz und weiteren Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe. „Seit den Anfängen vor rund zwei Jahren hat sich Einiges verändert“, sagt Unger. Auf Initiative von Horst Nitz habe der lose Verbund mit dem Namen Fakir eine Struktur erhalten. Durch die Beauftragten gebe es nun auch ein offizielles Gesicht, unterstreicht Jürgen Rebien, verantwortlicher Fachbereichsleiter im Amt. „An unserer Fakir-Arbeit wird sich im Prinzip nichts ändern“, erklärt Salomon. Hinzu gekommen sei neu die Aufgabe, als Bindeglied zwischen den zuständigen Mitarbeitern der Verwaltung und der Flüchtlingsgruppe zu agieren. Außerdem planen Salomon und Unger, eine zentrale Örtlichkeit als Begegnungsstätte für Bürger und Flüchtlinge einzurichten. „Dort sollen Bürger und internationale Gäste sich kennenlernen und informieren sowie eventuelle Sorgen und Nöte ansprechen können“, sagt Unger.

Wenn die Menschen, meistens aus Syrien, Iran, Irak und Afghanistan, aus den Aufnahmeeinrichtungen in den Amtsbereich kämen, bräuchten sie zunächst jedoch tätige Unterstützung. Derzeit sind 300 Frauen, Männer und Familien meistens dezentral in der Region untergebracht – ein Teil davon befindet sich als arbeitssuchend in der Obhut des Jobcenters. „Wer frisch kommt, benötigt Orientierungshilfe, das geht von Alltagsfragen mit Hilfe zur Selbsthilfe bis hin zu Behörden- und Arztgängen“, umreißt Salomon die Aufgabenvielfalt. Wichtige Punkte seien darüber hinaus die Vermittlung von Kontakten zur sprachlichen, schulischen und beruflichen Eingliederung sowie die Förderung sozialer Begegnungen. „Am Herzen liegt uns auch die aktive Nachbarschaft“, ergänzt Unger. Damit Gerüchte und Ängste sich gar nicht erst verfestigen, müsse die Nähe zur Bevölkerung gepflegt werden. „Es gibt ja tatsächlich Gruppierungen von außen, die schnell reagieren und die Situation auf Kosten der Schutz suchenden Menschen ausnutzen“, nennt Rebien Beispiele. So seien auf der einen Seite organisierte Betteltrupps in den Flüchtlingskommunen unterwegs. Andererseits reisten Drückerkolonnen an, um durch Vertragsabschlüsse mit unwissenden ausländischen Mitbürgern eine schnelle Mark zu machen.


>Geldspenden für die ehrenamtliche Tätigkeit, zum Beispiel für kleine Exkursionen mit den Asylsuchenden und auch für Ausflüge, nimmt die „Flüchtlingshilfe im Amt, Integration in der Region“ unter der Kontonummer des Amtes Kellinghusen entgegen: Sparkasse Westholstein: IBAN DE84222500200040001565, Stichwort „Fakir“. Bescheinigungen für Bürger, die Geld gespendet haben, können auf Wunsch auch ausgestellt werden.

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